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Holzpellet Plus Hier finden Sie mehr Informationen zu Holzpellets.

Heiztechnik und Lagerung – Flexible Formen

Verbraucher, die die Anschaffung einer Pelletheizung planen, müssen sich entscheiden: Wollen sie einen Ofen im Wohnraum installieren oder einen Zentralheizungskessel im Keller? Auch bei der Lagerung des Brennstoffs gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Pelletheizungen bieten einen hohen Komfort, sind unkompliziert und sauber im Betrieb und in der Wartung. Bei Pelletheizungen werden Brennstoffmenge und Verbrennungsvorgang computergesteuert exakt aufeinander abgestimmt und kontrolliert. Da die Holzpellets vollautomatisch in den Brennraum befördert werden, kann dieser ständig geschlossen bleiben und ein Dauerbetrieb mit niedrigen Emissionen und hohem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent gewährleistet werden. Die novellierte erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) ist am 22. März 2010 in Kraft getreten. Damit wurden die gesetzlichen Grenzwerte für Emissionen aus kleinen und mittleren Heizungsanlagen dem Stand der Technik angepasst und so ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung der Feinstaubemissionen aus Kleinfeuerungsanlagen erreicht. Moderne Pelletanlagen erfüllen die strengen Anforderungen. Besonders ausstoßarme Holzpelletanlagen können sogar das Umweltzeichen „Blauer Engel“ erhalten und werden vom Umweltbundesamt empfohlen.

Einzelofen oder Zentralheizung?

Pelletofen
Pellet-Zentralheizungsanlage

Doch welche Anlage ist die richtige für welchen Zweck? Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen von Heizungen, die mit Holzpellets als Brennstoff betrieben werden: Einzelöfen in Wohnräumen oder Zentralheizungskessel. Sie unterscheiden sich vor allem in Bezug auf Leistung und Bedienkomfort. Pelleteinzelöfen in Wohnräumen gibt es in vielfältigen Designs, so dass sie passend zum Stil der Wohnung ausgewählt werden können. Sie leisten fünf bis 15 Kilowatt und besitzen einen vom Brennraum abgetrennten Vorratsbehälter, der regelmäßig von Hand mit Pellets nachgefüllt werden muss. Von dem Behälter aus werden die Holzpellets in den Brennraum geleitet und elektrisch gezündet. Abhängig vom Heizbedarf reicht der Vorrat für eine Brenndauer zwischen 24 und 100 Stunden aus.

Zentralheizungen auf Holzpelletbasis wiederum kommen in Privathaushalten sowie Mehrfamilienhäusern, kommunalen Einrichtungen und Gewerbebetrieben als umweltfreundliche Alternative zu Öl- und Gasheizungen zum Einsatz. Im Handel sind halb- und vollautomatische Ausführungen erhältlich, die sich lediglich in der Bestückung ihrer Vorratsbehälter oder Lagerräume unterscheiden. Die halbautomatischen Kompaktanlagen besitzen einen größeren Vorratsbehälter, der von Hand mit Pellets gefüllt wird. Vollautomatische Zentralheizungsanlagen sind dagegen mit einem Lagerraum oder -tank verbunden, aus dem die Pellets automatisch zum Heizkessel transportiert werden. Diese Lager müssen im Idealfall nur einmal pro Jahr aufgefüllt werden.

Ausführung, Form und Größe des Lagerraums

Abhängig vom Platzangebot und der Ausstattung des Hauses können Verbraucher Holzpellets auf verschiedene Weise lagern: in einem Kellerraum, in Silos aus Metall oder Stoffgewebe im Keller und auch außerhalb des Gebäudes oder in einem unterirdischen Lagertank vor dem Haus. Die optimale Größe des Lagerraumes richtet sich nach dem Pelletverbrauch pro Jahr. Als Kennwert dient hierbei die sogenannte Heizlast. Die Heizlast eines Hauses ist jene Leistung, die der Heizkessel bei der tiefsten für eine Gegend typischen Wintertemperatur aufbringen muss, um die Räume bei einer stabilen Raumtemperatur von zum Beispiel 20 Grad Celsius zu halten. Die notwendige Heizlast kann von Planern, Energieberatern oder Heizungsinstallateuren ermittelt werden.

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Bautechnische Anforderungen und Betriebshinweise

In Nordrhein-Westfalen gelten bis zu einer Menge von 10.000 Liter Holzpellets (circa 6,5 Tonnen) keine Auflagen, so dass die Pellets ohne zusätzliche Brandschutzvorkehrungen sowohl im Keller als auch auf dem Dachboden gelagert werden können. Sollten größere Mengen gelagert werden, muss ein Brennstofflagerraum eingerichtet werden. Näheres zu den Brandschutzanforderungen erfahren Verbraucher in der Broschüre der „Aktion Holzpellets“. In jedem Fall ist es empfehlenswert, sich vor dem Bau über die geltenden Vorschriften zur Lagerung sowie zur Verbrennungsluftzuführung und Abgasabführung beim Bezirksschornsteinfeger oder bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde zu erkundigen.

Ein Holzpelletlager sollte alle zwei Jahre im Frühjahr oder Sommer komplett geleert und gereinigt werden. Durch die mechanische Einwirkung beim Transport und Einblasen der Pellets erhöht sich nämlich der Feinanteil der Pellets im Lager. Dieser kann die Funktion des Heizkessels beeinträchtigen. Wichtig ist auch, dass der Lagerraum trocken und staubdicht ist. Nur durch trockene Lagerbedingungen kann der Wassergehalt der Pellets dauerhaft unter zehn Prozent gehalten und damit die Stabilität und ein konstanter Heizwert des Brennstoffs garantiert werden. Aufgequollene Pellets können zu einer Verstopfung der Kesselzuführung führen. Der staubdichte Abschluss des Raumes ist notwendig, um eine mögliche Staubausbreitung im Keller während der Befüllung zu verhindern. In Pellet-Lagerräumen in Privathaushalten gelten überdies die üblichen Sicherheitsregeln im Umgang mit Energie- und Heizräumen.

Weitere Informationen

Pufferspeicher

Pufferspeicher sind bei der Installation von Pelletzentralheizungen nicht zwingend notwendig. Durch den Einbau eines Pufferspeichers ist es jedoch möglich, die Zahl der Brennerstarts zu reduzieren und den Heizkessel immer im Volllastbetrieb laufen zu lassen. Dies erhöht den Nutzungsgrad und reduziert die Emissionen. Für Gebäude mit einem niedrigen Wärmebedarf ist der Einbau eines Pufferspeichers empfehlenswert. Ein Pufferspeicher erhöht den Komfort der Anlage und ermöglicht die Kombination mit einer Solarkollektoranlage.

Kombination von Pellet- und Solaranlagen

Pelletheizungen eignen sich für die Kombination mit einer thermischen Solaranlage. So wird ein Einzelofen bzw. Heizkessel sehr effizient betrieben und in den Sommermonaten sogar überwiegend außer Betrieb genommen. Sollte das Strahlungsangebot der Sonne nicht ausreichen, schaltet sich die Pelletheizung automatisch ein. Eine witterungsgeführte Regelung und ein spezieller Pufferspeicher bilden dabei die Schnittstelle zwischen Solaranlage und Pelletheizung. Der Pufferspeicher wird je nach Strahlungsangebot von den Solarkollektoren bzw. der Pelletanlage gespeist und speichert Wärme sowohl für die Heizung als auch für das Brauchwasser. Die Systemregelung entscheidet anhand der Speichertemperatur, ob das Strahlungsangebot ausreichend ist oder ob die Pelletheizung zugeschaltet werden muss. Durch diese Kombination kann je nach Heizwärmebedarf bis zu einem Drittel des jährlichen Brennstoffbedarfs eingespart werden.

Pellets sicher lagern

Für die Holzpelletlagerung sollten Regeln beachtet werden, um eine Konzentration schädlicher Gase zu vermeiden.

Bei Verbrennungsvorgängen zur Wärmeerzeugung durch Heizungen tritt im Normalfall kein Risiko auf. Allerdings kann es im Falle von unsachgemäßer oder fehlerhafter Lagerung und Bedienung in der Umgebung von Feuer- und Lagerstätten – vor allem in geschlossenen Räumen – zu erhöhten Konzentrationen von Abgasen in der Atemluft (z.B. Kohlenmonoxid) kommen.

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband hat in Kooperation mit dem TÜV Rheinland Sicherheitsratschläge für Pellet-Lageranlagen mit Lagermengen bis 10 Tonnen erarbeitet sowie einen Flyer zum Thema „Sicherheit und Warnschilder“ publiziert.

Folgende Sicherheitsratschläge für Pellet-Lageranlagen mit Lagermengen bis 10 Tonnen sollten beachtet werden:

  • Mindestens zwei Kupplungsstutzen (Füll- und Absaugstutzen) mit Lüftungsöffnungen von je 20 cm2 freie Öffnungsfläche einbauen bzw. umrüsten.
  • Vor Betreten des Lagerraumes die Pelletheizung und Fördereinrichtung abschalten, sowie die Zugangstüren eine Viertelstunde vorher öffnen.
  • Füll- und Absaugstutzen elektrisch erden mit mindestens 4 mm2 Kupferader an der Hauspotenzialschiene.
  • Beim Säubern des Lagerraumes von Pelletstaub Staubmaske tragen
  • Fördereinrichtungen und elektrische Betriebsmittel regelmäßig vom Pelletstaub befreien.
  • Füllstandskontrolle über eine fest verschlossene Sichtscheibe (Bullauge) durchführen.

Als eine Sicherheitsmaßnahme schlägt der TÜV vor, belüftete Deckel auf die Füll- und Absaugstutzen im Außenbereich des Hauses anzubringen. Die Deckel erzeugen durch ihre Luftdurchlässigkeit Druckunterschiede. Hierdurch kommt es im Lager zu einem natürlichen Luftaustausch, der sowohl Geruchsbelästigungen als auch Gaskonzentrationen unterbindet.

Kaufmöglichkeiten des belüftenden Deckel, weiterführende Informationen über die Lagerung von Holzpellets, Sicherheitsflyer und Warnschilder unter www.depv.de und www.depi.de und Empfehlungen zur Lagerung von Holzpellets (PDF-Dokument).

Häufige Fragen

Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen rund um das Thema Holzpellets.

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Multimedia

Film Heizen mit Holzpellets

Der 3D-Animationsfilm der EnergieAgentur.NRW erläutert, wie eine Pelletzentralheizung sowie ein Pelletkaminofen für wohlige Wärme in einem Einfamilienhaus sorgen.

Multimedia

Planung und Installation

Gemeinsam mit einem Fachplaner und Installateur hat Detlef Jürgens bei der Planung seiner Pelletanlage die passenden Lösung für sein Mehrfamilienhaus gefunden.

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