Marktentwicklung und Wirtschaftlichkeit: Pellets im Aufwind

Anlagenentwicklung von Holzpellets in NRW 2003-2011 (Quelle: BAFA, Holzabsatzförderrichtlinie NRW)
Umweltminister Remmel (r.) und Dr. Baumann (l.) auf SHK-Messe 2012

Holzpellets und die dazugehörige Heiztechnik sind auf dem Vormarsch: In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der installierten Pelletheizungen exponentiell erhöht. Trotz eines höheren Anschaffungspreises zahlt sich das Heizen mit Holzpellets finanziell schon nach wenigen Jahren aus.

Angesichts der steigenden Preise für Öl und Gas, der gesellschaftlichen Diskussion über die Folgen des Klimawandels sowie der Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen gewinnen nachwachsende und regionale Brennstoffe stark an Bedeutung. Als klimafreundlicher und wirtschaftlicher Brennstoff profitieren Holzpellets von dieser Entwicklung enorm.

Beeindruckende Marktentwicklung

Das rasante Wachstum des Bestands an Pelletheizungen ist beeindruckend: Die Zahl der bundesweit installierten Anlagen stieg von rund 8.000 im Jahr 2001 auf 140.000 Pelletheizungen zum Ende 2010 (Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband). Auch in Nordrhein-Westfalen ist der Bestand an Pelletheizungen exponentiell gestiegen: Von rund 500 Anlagen im Jahr 2002 auf über 20.000 Holzpelletanlagen im Jahr 2011 (Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle; durch das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien geförderte Anlagen).

Der Pelletmarkt besitzt ein enormes Wachstumspotenzial. Nicht nur die fertigen Heizungsanlagen, auch die deutsche Pelletproduktion boomt: Von 2006 bis 2010 stieg die Inlandsproduktion deutlich an – von 470.000 auf 1,75 Millionen Tonnen. Pellets werden in Deutschland an 70 Standorten hergestellt. Hinzu kommt, dass eine steigende Zahl von „klassischen“ Brennstoffhändlern Holzpellets in ihr Programm aufnehmen. Dadurch ist ein ausgedehntes Händlernetzwerk entstanden. Die Versorgungssicherheit ist durch den Ausbau der Produktionskapazitäten nachhaltig gestiegen.

Preisentwicklung und Wirtschaftlichkeit

Die Anschaffungskosten für eine Holzpelletheizung sind höher als bei konventionellen Heizungssystemen, Staatliche Förderprogramme erleichtern jedoch den Neuerwerb. Und: Eine Pelletheizung amortisiert sich aufgrund der geringeren Brennstoffpreise nach wenigen Jahren. Obwohl auch Pellets Preisschwankungen unterliegen, ist das Heizen im Vergleich zu fossilen Energieträgern kostengünstiger. Denn der Pelletpreis entwickelt sich unabhängig von Öl- und Gaspreisen, die im Zuge knapper Ressourcen und steigender Ökosteuer mittelfristig steigen werden. Heizungsbesitzer sollten jedoch darauf achten, den Jahresbedarf an Holzpellets im Sommer zu kaufen, wo die Lieferzeiten kürzer und die Pellets saisonbedingt billiger sind.

Multimedia

Holzpellets bei der Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe hat in den nachwachsenden und klimaschonenden Brennstoff Holzpellets investiert und spart 25.000 € pro Jahr an Heizkosten.

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Quelle: http://www.aktion-holzpellets.de