Januar 2012 – Ulrichschule Sindorf heizt mit Holzpellets

Am 04.11.11 wurde in der Ulrichschule der Pelletkessel in Betrieb genommen.

Seit Wiederbeginn des Unterrichts nach den Herbstferien werden somit alle zum Objekt gehörenden Gebäude, mit Ausnahme der offenen Ganztagsschule, mit Pellets und moderner Gasbrennwerttechnik geheizt.

Der Pelletkessel deckt die Hälfte des Gesamtenergiebedarfs und hat eine Leistung von 320 KW. In Spitzenzeiten erfolgt durch eine Automatiksteuerung die Zuschaltung eines  Gas-Brennwertkessels.

Im Vorjahr und ersten Quartal diesen Jahres waren dieser Massnahme umfangreiche wirtschaftliche Betrachtungen vorausgegangen in Folge derer entschieden worden war, den ehemals fürs Objekt "Grundschule Buir" vorgesehenen Kessel ins Objekt "Ulrichschule" umzusetzen.

Während der Sommerferien  war damit in beiden Objekten die Baufreiheit zur Modernisierung der Heizungsanlagen gegeben. In Buir erfolgte die Ablösung der Ölkesselanlage durch zwei Gas-Brennwertkessel; in Sindorf die Montage der Pellet-Gaskesselanlage.

Da mehrere zur Ulrichschule gehörende Gebäude über die neue Heizungsanlage versorgt werden, waren umfangreiche Schachtarbeiten im gesamten Schulhofgelände erforderlich, die alle während der Sommerferien durchgeführt wurden.

In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Verlegung neuer Medien-und Datenleitungen zu den einzelnen Objekten.

Aus den ehemals drei Heizzentralen mit jeweils eigenem Gasanschluss erfolgt jetzt die Wärmeversorgung nur noch über über eine gemeinsame Heizzentrale im Hauptgebäude der Schule. Um den Pelletkessel aufstellen zu können, waren im Vorfeld umfangreiche bauliche Massnahmen notwendig. So musste unter anderem der Lichtschacht zum Montageschacht vergrössert werden, um den Kessel ins Gebäude transportieren zu können. Immerhin hat der Kessel ein Gesamtgewicht  von 5.220 kg. Das schwerte Einzelteil wiegt 1.800 kg. Ausserdem musste ein Pelletlager geschaffen werden. Letzteres wurde im Kellergeschoss unmittelbar neben dem Heizraum errichtet .

Gleichzeitig mit der umfangreichen  Modernisierungsmassnahme erfolgte in der Lüfterzentrale der Mehrzweckhalle der Einbau eines Rotationswärmetauschers, auch Wärmerad genannt. Dabei handelt es sich um einen Wärmeübertrager, bei welchem Wärme  von einem Luftstrom auf den anderen übertragen wird, indem die rotierende Speichermasse abwechselnd durch den einen Luftstrom aufgewärmt und den anderen abgekühlt wird. Durch den Einsatz des Rotationswärmetauschers konnte die heizungsseitige Anschlussleistung um 80 KW reduziert werden. Dadurch sind beträchtliche Energieeinsparungen pro Jahr  in Höhe von ca. 8400 €/Jahr möglich. Ebenso wurde durch moderne Technik die Bevorratung von Trinkwasser zu Duschzwecken von ehemals 2.000 Liter auf 650 Liter reduziert, wodurch sich die Heizleistung von 120 KW auf 85 KW verringert. Insgesamt konnte die installierte Heizleistung von 1.090 KW auf 640 KW reduziert werden.

Sämtliche Anlagekomponenten werden über eine moderne Gebäudeleittechnik  zentral verwaltet und gesteuert. Auftretenede Fehler an der Anlagenechnik werden unmittelbar erkannt und zur Fehlerbehebung an authorisierte Firmen weitergeleitet.

Die Energieeinsparungen für die Gesamtmassnahme betragen  ca. 24.000 €/Jahr; die Einsparungen der CO2Emmission 118t/Jahr.

Insgesamt sind derzeit in drei städtischen Objekten Pelletkessel im Einsatz. Der Forderung der ENEV nach verstärktem Einsatz erneuerbarer Energien wird damit seitens der Stadt Kerpen in besonderer Weise Rechnung getragen.


Holzpellet-Karte

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Quelle: http://www.aktion-holzpellets.de