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Markt & Preise

Umweltminister Remmel (r.) und Dr. Baumann (l.) auf SHK-Messe 2012

Holzpellets und die dazugehörige Heiztechnik sind auf dem Vormarsch: In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der installierten Pelletheizungen exponentiell erhöht. Trotz eines höheren Anschaffungspreises der Anlage zahlt sich das Heizen mit Holzpellets aufgrund der Brennstoffpreise finanziell schon nach wenigen Jahren aus. Angesichts der volatilen Preise und der Ressourcenbegrenzung von Öl und Gas, der gesellschaftlichen Diskussion über die Folgen des Klimawandels sowie der Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen, gewinnen nachwachsende, klimaschonende und regionale Brennstoffe stark an Bedeutung. Als klimafreundlicher und wirtschaftlicher Brennstoff profitieren Holzpellets von dieser Entwicklung enorm. 

 

 

  • Beeindruckende Marktentwicklung

    Das rasante Wachstum des Bestands an Pelletheizungen ist beeindruckend: Die Zahl der bundesweit installierten Anlagen stieg von rund 14.000 im Jahr 2003 auf über 350.000 Pelletheizungen zum Ende des Jahres 2016. Auch in Nordrhein-Westfalen ist der Bestand an Pelletheizungen exponentiell gestiegen: Von rund 650 Anlagen im Jahr 2003 auf über 31.000 Holzpelletanlagen zum Ende des Jahres 2016 (Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle; durch das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien geförderte Anlagen).

     

    Der Pelletmarkt besitzt ein enormes Wachstumspotenzial. Nicht nur die fertigen Heizungsanlagen, auch die deutsche Pelletproduktion hat sich etabliert: Seit 2006 stieg die Inlandsproduktion stetig – von 470.000 auf rund ca. 2 Millionen Tonnen jährlich. Pellets werden in Deutschland an rund 60 Standorten hergestellt. Hinzu kommt, dass eine steigende Zahl von „klassischen“ Brennstoffhändlern Holzpellets in ihr Programm aufnehmen. Dadurch ist ein ausgedehntes Händlernetzwerk entstanden. Die Versorgungssicherheit ist durch den Ausbau der Produktionskapazitäten nachhaltig gestiegen.

  • Preisentwicklung und Wirtschaftlichkeit

    Die Anschaffungskosten für eine Holzpelletheizung sind höher als bei konventionellen Heizungssystemen, Staatliche Förderprogramme erleichtern jedoch den Neuerwerb. Und: Eine Pelletheizung amortisiert sich aufgrund der geringeren Brennstoffpreise nach wenigen Jahren. Obwohl auch Pellets Preisschwankungen unterliegen, ist das Heizen im Vergleich zu fossilen Energieträgern kostengünstiger. Denn der Pelletpreis entwickelt sich unabhängig von den äußerst volatilenen Öl- und Gaspreisen, welche im Zuge knapper Ressourcen und steigender Ökosteuer mittelfristig steigen werden. Heizungsbesitzerinnen und -besitzer sollten jedoch darauf achten, den Jahresbedarf an Holzpellets im Sommer zu kaufen, in dem die Lieferzeiten kürzer und die Pellets saisonbedingt billiger sind.


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Multimedia

Holzpellets bei der Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe hat in den nachwachsenden und klimaschonenden Brennstoff Holzpellets investiert und spart 25.000 € pro Jahr an Heizkosten.

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