Erfahren Sie hier, was Sie beim Kauf von Holzpellets und bei der Installation von Holzpelletanlagen beachten sollten.

Beim Kauf von Holzpellets sollte darauf geachtet werden, dass die Pellets nach DINplus oder ENplus A1 zertifiziert sind. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Brennstoff einer optimalen Qualität entspricht und ein fehlerfreier Betrieb der Anlage garantiert ist. Die Preise für Holzpellets variieren von Anbieter zu Anbieter. Grundsätzlich sollten folgende Punkte mit dem Händler geklärt werden:
Bei der Kaufentscheidung sollten neben dem Preis auch Qualitätsaspekte und kundenorientierte Dienstleistungen berücksichtigt werden. Bei der Tankwagenanlieferung ist darauf zu achten, dass der Lieferant ein Absauggebläse zum Absaugen der Luft verwendet. So wird die Staubbelastung so gering wie möglich gehalten. Daneben muss sichergestellt sein, dass die Produktqualität auf der gesamten Produktions- und Logistikkette vom Hersteller bis zum Endverbraucher erhalten bleibt. Die Heizungsanlage ist aus sicherheitstechnischen Gründen mindestens drei Stunden vor dem Befüllen des Lagerraums auszuschalten.
Die Kesselnennleistung muss dem Wärmebedarf des Hauses angepasst sein. Dazu ist eine Wärmebedarfsberechnung notwendig, die ein Energieberater oder Heizungsinstallateur vor Ort vornehmen kann. Keinesfalls sollte der Kessel sicherheitshalber größer dimensioniert und es sollte nicht unbedacht die Leistung des alten Kessels übernommen werden. Eine Kontrolle des tatsächlichen Bedarfs lohnt sich.
Das Lagersystem muss generell mit dem Pelletkessel beziehungsweise Entnahmesystem kompatibel sein. Informationen halten Kesselhersteller und Installationsfachbetriebe bereit.
Bei der Verbrennung der Pellets entsteht eine geringe Menge Flugasche, die sich auf den Flächen des Wärmetauschers niederschlägt. Um einen guten Wärmeübergang zu garantieren, ist daher in regelmäßigen Abständen eine Reinigung der Wärmetauscherflächen, manuell oder automatisch, notwendig. Automatische Reinigungsfunktionen erhöhen den Preis der Anlage, bieten aber neben dem Komfort die Garantie, dass der Kessel stets mit optimalem Wirkungsgrad betrieben wird.
Moderne Niedrigenergie- und Passivhäuser sind häufig mit kontrollierten Lüftungsanlagen ausgestattet. Wer keine für Festbrennstofffeuerungen zugelassene Lüftungsanlage besitzt, sollte zusätzlich einen Differenz- beziehungsweise Unterdruckcontroller einbauen lassen. Dieser erkennt, ob zu viel Luft abgesaugt wird und so Rauchgase aus dem Ofen gesaugt werden könnten. Bei einer Störung schaltet der Controller den Ofen oder die Lüftungsanlage ab. Ohne dieses Kontrollgerät dürfen in hochgedämmten Häusern nur raumluftunabhängige Öfen heizen.
Durch die unterschiedliche Dimensionierung der Aschebehälter sowie technischer Vorrichtungen zur Aschekomprimierung kann die Häufigkeit der Ascheentleerung je nach Hersteller und Modell variieren. Wer einen geringen Bedienaufwand wünscht, sollte daher auf ein relativ großes Behältervolumen bzw. hohe Aschekomprimierung achten. Pro Tonne verbrannter Pellets fallen etwa fünf Kilogramm Asche an. Diese Asche kann in den Hausmüll entsorgt werden.
Ein Servicevertrag ist empfehlenswert. Regelmäßige Wartungen stellen die optimale Funktion sicher und beugen Betriebsausfällen vor.
Wirkungs- und Nutzungsgrad werden maßgeblich durch die individuelle Einstellung des Kessels zum Brennstoff vor Ort sowie durch die optimale Einbindung in das Heizungssystem beeinflusst. Der angegebene Kesselwirkungsgrad sollte über 90 Prozent liegen. Geringfügig unterschiedliche Wirkungsgrade einzelner Fabrikate sollten allerdings nicht überbewertet werden.

Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen rund um das Thema Holzpellets.