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EU-Energielabel für Heizungen

07.02.2019 —  

Klassifizierung verschärft sich ab September 2019

Das EU-Energielabel für Heizungen (Heizungslabel) kennzeichnet die Energieeffizienz von Heizungen. Seit 2015 ist es Pflicht für neue Heizungen. Es gibt auf einer Skala von grün bis rot an, wie effizient Heizungen sind. Aufgrund verschärfter Anforderungen ändert sich die Skala dieses Jahr: Ab 26. September 2019 wird die neue Effizienzklasse A+++ eingeführt, die Stufen E bis G entfallen. Hauseigentümer, die in den ersten neun Monaten des Jahres ihre Heizung erneuern lassen, sollten die Neuerung beachten und konventionelle Öl- und Gasgeräte mit niedriger Effizienz meiden, rät das Informationsportal „Zukunft Altbau" in einer Pressemitteilung. Am besten sei es, gleich auf Heizungen mit A+ oder besser umzusteigen. Die Verbraucher sollten aber auch bedenken, dass das Label keinen Rückschluss auf die Betriebskosten erlaubt, da diese von weiteren Faktoren wie dem verwendeten Energieträger und dem energetischen Zustand des Gebäudes abhängen.

Heizungen erhalten ein A+++ bis A+, wenn sie erneuerbare Energien nutzen. Das gilt für Sonnenkollektoren, wenn sie die Heizung ergänzen, die meisten Holzheizungen und für effiziente Wärmepumpen. Blockheizkraftwerke können die Noten A+++ bis B bekommen. Die Bewertung von Gasheizungen und Ölheizungen mit Brennwerttechnik ändert sich von A+ auf A bis B. Die bessere Einstufung gibt es, wenn der Brennwertkessel mit einer thermischen Solaranlage oder einer Wärmepumpe kombiniert wird. Weniger effiziente Niedertemperaturgeräte, die die im Abgas enthaltene Energie nicht ausnutzen, erreichen die Effizienzkategorie C. Sie dürfen nur noch in bestimmten Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden. Geräte der Klasse D kommen in Deutschland bereits jetzt nicht mehr in den Handel. Sie werden nur noch in manchen südeuropäischen Ländern mit niedrigem Heizenergiebedarf verkauft.

Plicht ist das Etikett für neue Heizgeräte und Warmwasserbereiter bis 70 Kilowatt Leistung, Warmwasserspeicher bis einschließlich 500 Liter Volumen sowie Produktkombinationen. Für diese sogenannten Verbundanlagen gilt ein erweitertes Label. Die erweiterte Skala gilt auch für neue Einzelraumheizgeräte bis 50 Kilowatt Leistung, etwa Pelletöfen.

Altgeräte im Heizungskeller benötigen das EU-Label übrigens nicht. Für sie gibt s seit dem Jahr 2016 eine vergleichbare deutsche Kennzeichnung, das Effizienzlabel.

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