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Entwicklung der Holzenergie in Deutschland

11.07.2019 —  

Unser Partner wodtke gibt Antworten zur Zukunft des Heizen mit Holz

1. Herr Astfalk, wie sehen Sie die Marktentwicklung von Pellet- und Holzfeuerungen im Hinblick aufgrund zunehmender Sensibilisierung für Feinstaub-Emissionen?

Leider wird der mögliche positive Beitrag der Pellet- und Holzfeuerungen zur Energiewende derzeit durch eine nicht immer sachliche sowie nicht immer objektive mediale und politische Diskussion zum Thema Feinstaub konterkariert. Die resultierende Verunsicherung der Verbraucher führt hier zu einer Kaufzurückhaltung, die einer positiven Marktentwicklung, die für die Erreichung der Klimaziele sinnvoll und notwendig wäre, entgegenwirkt.

2. Welche Auswirkungen haben die Feinstaubdiskussionen im Zuge der BImSchV für die Weiterentwicklung der Holzenergie?

Eine kurze Vorbemerkung hierzu: Die mit Inkrafttreten der Novellierung der 1. BImSchV im Jahr 2009 eingeleiteten Maßnahmen, die übrigens auch unter intensiver Mitarbeit unseres Unternehmens schon in den Jahren vor 2009 – also lange vor der jetzigen Diesel- und Feinstaubdiskussion – vorausschauend erarbeitet worden sind, kommen aufgrund der Übergangsfristen für Altanlagen erst jetzt richtig zum Tragen.

Bereits im Vorfeld der damaligen Novellierung konnte man am Markt eine gewisse Verunsicherung und Kaufzurückhaltung aufgrund der geplanten Neuregelungen erkennen. Derzeit sind aus unserer Sicht, durch die Vielzahl und Komplexität der zu beachtenden Vorschriften und dem damit verbundenen Bürokratismus, die Verbraucher bis hin zu den Fachhändlern bzw. Handwerksbetrieben bei der Entscheidungsfindung für eine Biomasseheizung oftmals überfordert. Die derzeit in Diskussion befindlichen Änderungen werden die Verbraucher und alle Marktteilnehmer vermutlich erneut verunsichern, eventuell zu noch deutlich höheren Kosten für die Installation speziell von Holzfeuerungen führen und deren Einsatz in einem schwierigen Umfeld weniger attraktiv erscheinen lassen.

Eine sachliche Evaluierung und ergebnisorientierte Diskussion über zukünftige Anpassungen der Anforderungen muss natürlich geführt werden. Lassen Sie mich aber bitte auch bemerken, dass wir hier, insbesondere auch im globalen, internationalen Umfeld, technologisch mit den Anforderungen an Holzfeuerungen schon sehr weit fortgeschritten sind und uns jetzt teilweise mit Anforderungen konfrontiert sehen, die von einem praktischen und bezahlbaren Serieneinsatz noch weit entfernt sind oder fast gar nicht zu erreichen sind.

Hier muss auch zwischen den verschiedenen Holzfeuerungsarten unterschieden werden, da sich die technologisch und finanziell realisierbaren Lösungen und realistisch erreichbaren Emissionsgrenzwerte zwischen großen Holz- und Pelletkesseln sowie Pelletöfen mit teilweise automatischer Beschickung zum einen und kleinen kostengünstigen, handbeschickten Holzöfen zum anderen doch maßgeblich unterscheiden. Auch deren Anwendungen, Anforderungsprofile und speziell Nutzungszeiten unterscheiden sich maßgeblich. Hier muss zwingend differenziert werden, damit alle Feuerungsarten ihren notwendigen Beitrag zur Energiewende leisten können.

Die derzeitige Situation mit vielen nationalen und sogar kommunalen Regulierungen, die durch die aktuellen öffentlichen Diskussionen oftmals kurzfristig und mit großem Aktionismus eingeführt werden, führt zu einem nicht zu beherrschenden „Flickenteppich“ an Anforderungen, die einer positiven Entwicklung entgegenwirken und auch für den Verbraucher nicht mehr überschaubar und nachvollziehbar sind. Dies führt zu Intransparenz, schädigt das Image und verhindert eine Kaufentscheidung. Insofern wäre eine schnelle, europäisch orientierte Richtlinie zu begrüßen.

3. Wie gehen Sie als Hersteller mit den Anforderungen um?


Wir haben uns schon immer die Aufgabe gestellt innovative, emissionsarme Energieerzeuger für Biomasse zu entwickeln und anzubieten. Diesem Leitbild bleiben wir weiterhin verpflichtet. Natürlich sehen wir auch die großen Fortschritte bei der dezentralen, nachhaltigen Stromerzeugung insbesondere durch Photovoltaik und entsprechende Speichersysteme, sodass wir uns entschlossen haben auch im Bereich der Elektrowärme entsprechende, korrespondierende Wärmelösungen, wie zum Beispiel elektrisch betriebene Strahlungsheizungen und Elektrokamine, anzubieten. Trotzdem ist für uns der Beitrag der Biomasse fundamental, wichtig und zielführend bei der Gestaltung der „Energiewende“ und wir werden hier weiterhin einen Schwerpunkt bei unserer Entwicklungsarbeit legen.

4. Nehmen wir an, die Nutzung von Holz zur Energiegewinnung wird im Klima-Mix zukünftig nicht mehr berücksichtigt: Inwiefern können Energiewende und Klimaschutzziele ohne Holzenergie gelingen?

Kurz und knapp: Gar nicht. Wie bereits angedeutet, benötigen wir hierfür aus unserer Sicht einen heterogenen, bedarfsgerechten Energiemix unter Einbeziehung aller zur Verfügung stehenden nachhaltigen und umweltfreundlichen Energiearten sowie speziell der national verfügbaren Ressourcen. Die Holzenergie kann und muss somit hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.

5. Was müsste verbessert werden, um das Heizen mit Holz attraktiver zu machen?

Alle Akteure am Markt müssen zu einer sachlichen und neutralen Diskussion, Außendarstellung und Berichterstattung beitragen und auch an die Verantwortung der Politik, Behörden und Medien appellieren. Zusätzlich muss zwingend Bürokratismus im Bereich der Planung und Genehmigung abgebaut werden und einfache, transparente und verbrauchergerechte Regelungen und Auswahlkriterien sowie langfristige Planungssicherheit für die Verbraucher geschaffen werden. Und besonders wir als Hersteller benötigen einheitliche, vor allem realistische und stabile, sprich langfristige und europäisch einheitliche Rahmenbedingungen und Zielsetzungen, um notwendige Entwicklungen durchzuführen, zu testen und in ausgereifter und preislich attraktiver Form dem Verbraucher anbieten zu können.

Wir bedanken uns vielmals bei unserem Partner wodtke für die ausführlichen Antworten.

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