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Holzhackschnitzel: Maschinell zerkleinerte Holzstücke aus unterschiedlichen Quellen.
Holzhackschnitzel: Maschinell zerkleinerte Holzstücke aus unterschiedlichen Quellen.

Holzhackschnitzel  –  bei großem Wärmebedarf

Holzhackschnitzel, auch nur einfach Hackschnitzel oder Hackgut genannt, kommen nur selten in Einfamilienhäusern zum Einsatz. Entsprechend befeuerte Kessel beheizen aber durchaus Mehrfamilienhäuser, Zweckgebäude wie Schulen oder Schwimmbäder sowie Gewerbebetriebe. Auch sind sie häufig im landwirtschaftlichen Bereich gebräuchlich. Außerdem finden sie in Heiz(kraft)werken Verwendung.

Die Herstellung von Holzhackschnitzeln

Holzhackschnitzel sind maschinell zerkleinerte Holzstücke aus naturbelassenem Wald- und Plantagenholz sowie Industrierestholz. So fallen beispielsweise in einem großen Sägewerk, das jährlich 1 Tonne Holz verarbeitet, pro Tag circa 1.500 Tonnen Hackschnitzel als Nebenprodukt an. Daneben werden zunehmend auch Hackschnitzel aus der Landschaftspflege und aus landwirtschaftlichen Kurzumtriebsplantagen (KUP) als Brennstoff genutzt. Die Brennstoffpreise werden maßgeblich von der Herkunft sowie der Qualität, insbesondere der Homogenität, einem niedrigen Wassergehalt, dem Feinanteil, der Schüttdichte sowie dem Aschegehalt bestimmt. Daneben wirken sich auch die Abnahmemenge und die Transportentfernung auf die Kosten von Holzhackschnitzeln aus.

Die Heiztechnik

Eine mit Hackgut bestückte Feuerung besteht aus einem Heizkessel, einem Wärmeabgabesystem, einem Brauchwasserspeicher und bestenfalls auch einem Pufferspeicher. Sie wird vervollständigt durch die Abgasanlage (Schornstein und ggf. sekundäre Rauchgasreinigung) sowie ein System zur Ascheaustragung. Über ein Brennstofflager oder -silo mit Befüllvorrichtung und Austragungssystem wird die Anlage mit Brennstoff versorgt. Kleine Hackschnitzelheizungen werden in der Regel samt aller Anlagenkomponenten direkt über den Hersteller bzw. Heizungsbauer bezogen. Bei größeren Anlagen ist die Einbindung eines auf Biomasseanlagen spezialisierten Planers unerlässlich. Während Heizwerke oder Heizkraftwerke zur gekoppelten Wärme- und Stromproduktion bezüglich der Brennstoffqualität flexibler sind, ist bei kleineren Anlagen auf eine hohe Qualität der Holzhackschnitzel zu achten. Diese wird durch einen niedrigen Wassergehalt, Homogenität, geringen Feinanteil und Störstoffe bestimmt. Eine Orientierung kann das Zertifikat ENplus Hackschnitzel bieten.

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Kompetenz in NRW

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Normen und Zertifikate bei Hackschnitzeln

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Die Qualität der Holzhackschnitzel ist auch für das Ausmaß der Staubkonzentration im Abgas der Feuerungsanlage mitverantwortlich. ENplus sichert als Zertifizierungssystem eine homogene Holzhackschnitzelqualität und bietet beim Kauf eine gute Orientierungshilfe. Hackschnitzel, die mit ENplus A1 zertifiziert sind, bieten beste Voraussetzungen für einen staubarmen Betrieb der Anlage. Oftmals kann bei moderneren Anlagen auf einen Staubfilter verzichtet werden.

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Hackschnitzelkessel in Mehrfamilienhäusern

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Hackschnitzelkessel für Nahwärmenetze

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