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Großfeuerungen: Für die Wärmeversorgung von unter anderem Wohnkomplexen, Schulen oder Unternehmen.
Großfeuerungen: Für die Wärmeversorgung von unter anderem Wohnkomplexen, Schulen oder Unternehmen.

Großfeuerungen bis 2 MW

Holzfeuerungen ab 100 kW Nennleistung werden in der Regel mit Holzpellets und im großen Anlagenbereich meist mit Holzhackschnitzeln betrieben. Sie eignen sich insbesondere für die Wärmeversorgung von Wohnkomplexen, Quartieren, Schulen, Sporthallen oder Unternehmen. In Verbindung mit einem Wärmenetz sind sie effizienter, ökologischer und kostengünstiger als die Summe der ersetzten Zentralheizungen. Durch Kaskadierung, also Kombination von zwei oder mehr Heizkesseln kleinerer Heizleistung, kann auch in der Übergangszeit effizient geheizt, oder im Sommer ausschließlich Warmwasser aufbereitet werden. Bei Anschluss von Produktionsbetrieben besteht zudem die Möglichkeit, ein Wärmenetz mit wärmegeführter Stromproduktion oder Prozesswärme zu kombinieren.

Pelletfeuerungen eignen sich besonders in bebauten Gebieten mit beschränktem Platzangebot, etwa für Wohnungsbaugesellschaften oder Neubaugebiete. Ihre Stärke: In der Regel keine Lieferengpässe beim normierten Brennstoff, bequeme Anlieferung per LKW sowie eine emissionsarme und im Betrieb wartungsarme Wärmeversorgung.

Holzhackschnitzel hingegen sind prädestiniert für Holzfeuerungsanlagen mit hohem Wärmebedarf oder hohen Temperaturen für Prozesswärme. Mit qualitativ homogenen Hackschnitzeln (Wassergehalt, Partikelgröße) bietet sich sogar eine wärmegeführte und regelbare Stromproduktion an. Hackschnitzelfeuerungen sind sehr beliebt bei Energiegenossenschaften im ländlichen Bereich, wenn die Vorteile des verfügbaren Brennstoffs aus eigenem Wald oder aus Kurzumtrieb (KUP) genutzt werden und ausreichend Platz für Aufbereitung oder Brennstofflieferung vorhanden ist. Ausgerüstet mit Partikelabscheider und unter Einbindung eines professionellen Betriebsservices können auch Hackschnitzelfeuerungen zuverlässig und nachhaltig betrieben werden.

Die Technik

Hoher Wärmebedarf kann durch die Heizleistung von einer großen oder mehreren kleineren Holzfeuerungen abgedeckt werden. Hackschnitzel- und Pelletfeuerungen können über die automatische Brennstoffdosierung bis auf 30 Prozent ihrer Nennleistung moduliert werden, brennen im Teillastbereich aber weniger effizient.

Während Holzpellets fast ausschließlich nach Qualitätsstandard ENplus Holzpellets zertifiziert sind und förder- sowie verbrennungstechnisch gut funktionieren, muss die Brennstoffqualität von Holzhackschnitzeln auf die jeweilige Förder- und Verbrennungstechnik abgestimmt sein. Schnecken- und Kettenförderer sind für lange, dicke Hackschnitzel problematisch und erweisen sich ohne schneidende Zellenradschleuse als sehr störanfällig. Störungen und unnötige Emissionen durch hohen Feinanteil bei Hackschnitzeln oder Pelletabrieb im Brennstofflager, oberhalb der Förderschnecke und im Feuerraum kann durch regelmäßige Reinigung und Partikelabscheider vermieden werden.

Die Förderung

Moderne holzbetriebene Heizsysteme – auch im großen Anlagenbereich – werden großzügig gefördert oder können mit Hilfe günstiger Darlehen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert werden. Grundsätzlich erweist sich für die meisten Holzfeuerungen die BAFA-Förderung aus dem Marktanreizprogramm am attraktivsten – je nach Möglichkeit in Kombination mit dem Landesprogramm progres.nrw.

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die Kernelemente der wichtigsten Förderprogramme für holzbetriebene Zentralheizungen:

Marktanreizprogramm (MAP)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Installation von Kesseln zur Verbrennung von Biomassepellets und Holzhackschnitzeln, von Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets/Hackschnitzeln und Scheitholz sowie von besonders emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln ab 5 kW Nennwärmeleistung

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, freiberuflich Tätige, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften (Nicht antragsberechtigt: Hersteller von förderfähigen Anlagen)

Unter welchen Bedingungen?

Es werden nur Anlagen gefördert, die die technischen Mindestanforderungen erfüllen (s. Liste des BAFA)

Umfang der Förderung?

Die Förderung beträgt bis zu 35 Prozent der der tatsächlich entstandenen Kosten für das neue Heizsystem (das heißt inklusive Lager, Pufferspeicher, Wanddurchbrüchen, Deinstallation und Entsorgung der Altanlage etc.). Wird eine gemäß EnEV nicht austauschpflichtige Ölheizung ersetzt, erhöht sich der Fördersatz auf 45 Prozent. Diese Fördersätze gelten auch für den Neubau, dort allerdings mit höheren Anforderungen an die Technik (z. B. Brennwertnutzung oder sekundäre Partikelabscheidung). Es werden nun auch Gas-Hybridheizungen gefördert. Für Anlagen, die eine neue Gasheizung mit einer holzbetriebenen Anlage über eine gemeinsame Steuer- und Regelungstechnik kombinieren, beträgt die Förderung bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Die förderfähigen Kosten sind insgesamt begrenzt auf max. 50.000 Euro pro Wohneinheit in Wohngebäuden und auf max. 3,5 Mio. Euro pro Gebäude in Nichtwohngebäuden. Zur besseren Übersicht finden Sie hier die Fördergrafik des BAFA.

Wichtig!

Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen. Nicht förderfähig: Öl-Hybrid- oder Öl-Brennwertheizungen. Wird eine Ölheizung um eine holzbetriebene Anlage ergänzt, kann letztere jedoch gefördert werden.

Auch wenn eine bestehende Biomasseheizanlage um eine Gas-Brennwertheizung ergänzt werden soll, können die neuen Anlagenteile als Gas-Hybridheizung gefördert werden.

Neben der BAFA-Förderung gibt es Re- und Finanzierungsmöglichkeiten seitens der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse gewährt. Interessant ist das Angebot vor allem im großen Anlagenbereich, bei Besonderheiten (z. B. für Wärmenetze, bei Einsatz von Prozesswärme oder für große Holzfeuerungen im Neubau, die nicht mit Partikelabscheider oder Brennwerttechnik ausgerüstet werden) beziehungsweise für bestimmte Zielgruppen (z. B. kleine und mittelständische Unternehmen). Zum Beispiel: Eine Holzfeuerung ab 100 kW bis 2 MW Nennleistung wird bis maximal 100.000 € je Anlage nach dem Förderprogramm KfW 271 mit folgenden Zuschüssen gefördert:

  • Basisförderung Kessel: 20 €/kW, maximal 50.000 € je Anlage
  • Staubabscheider: + 20 €/kW
  • Pufferspeicher (mind. 30 l/kW): + 10 €/kW
  • Zusatzförderung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU): + 10 % des Förderbetrages

Da die KfW eine Reihe von Förderprodukten anbietet, ist eine persönliche Beratung im Vorfeld wichtig. Über das Infocenter der KfW finden Sie den richtigen Ansprechpartner.

Mehr über Förderung und Zuschüsse

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Wer sinnvoll in eine neue Heizanlage investieren möchte, ist auf kompetente Information angewiesen. Um die Frage zu klären, ob das Heizen mit Holz für Ihren Immobilienkomplex geeignet ist, können Sie das Team der Aktion Holz+Pellets kontaktieren. Unser Experte, Georg Krämer, beantwortet gerne Ihre Fragen zu Förderung, Heizanlagen und Brennstoffen.

Hier erhalten Sie Antworten zu Ihren Fragen: Tel.: 0211/86642-298.

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Holzpellets gehören zu den modernsten und effizientesten der Holzbrennstoffe. Sie werden aus naturbelassenem Restholz wie Sägemehl und Hobelspänen unter hohem Druck und ohne Zusatz von chemischen Bindemitteln hergestellt.

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Die per Norm definierten Holzhackschnitzel werden aus Wald- und Plantagenholz, anderem naturbelassenen Holz, Industrierestholz oder chemisch unbehandeltem Gebrauchtholz bestimmter Qualität hergestellt.

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