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Prozesswärme: Besonders geeignet für hohe Prozesstemperaturen in der Industrie.
Prozesswärme: Besonders geeignet für hohe Prozesstemperaturen in der Industrie.

Prozesswärme aus Holz

Prozesswärme wird benötigt, um Produkte herzustellen, weiterzuverarbeiten oder zu veredeln. Die Industrie verbraucht momentan rund 30 Prozent der Endenergie – etwa zwei Drittel davon entfallen auf Prozesswärme. Dabei ist die Prozesswärme, die mit Biomasse – vor allem mit Holz – erzeugt wird, besonders geeignet für hohe Prozesstemperaturen, wie zum Beispiel bei der Herstellung und Verarbeitung von Glas-, Keramik oder Metallerzeugnissen, Fahrzeug- und Maschinenbau oder in der chemischen Industrie. Aber auch für Unternehmen mit niedrigeren Prozesstemperaturen und hohem Wärmebedarf wie Betriebe der Holzwirtschaft und der Gartenbauwirtschaft ist die Prozesswärmeförderung sehr interessant, weil sie Holzreste aus der Produktion und holzige Bioabfälle direkt nutzen können.

In der Praxis erweist sich die Nutzung überschüssiger Wärme aus gewerblichen Produktionsprozessen, oder aus der Stromerzeugung als guter Ausgangspunkt für biogene Prozesswärme. Im Bereich der Land-, Holz- und Abfallwirtschaft werden oft Produktionsreste zur Energiebereitstellung genutzt. In Anwendungsfällen mit begrenzter Bewegungs- oder Lagerfläche in dichter Bebauung kommen auch mal Pellets zum Einsatz.

Mehr über Prozesswärme

Die Technik

Holzfeuerungen werden bevorzugt für die Erzeugung von Prozesswärme eingesetzt, wenn besonders hohe Temperaturen und große Wärmemengen benötigt werden. Förderfähig nach MAP-Förderung sind Holzfeuerungen, die neben Luft und Wasser auch Dampf als Wärmeträgermedium einsetzen. Holzfeuerungen > 100 kW müssen mit einem Abgaswärmetauscher ausgestattet werden und die Möglichkeit der Brennwertnutzung muss geprüft werden. Neben naturbelassenem kann auch Altholz der Kategorie A1 und A2 sowie das mit Waldrestholz vergleichbare Holz aus Landschaftspflege (Brennstoffe nach 1. BImSchV § 3 Abs. 1 Nr. 4 - 8) eingesetzt werden. Als Wärmeerzeuger werden – je nach Brennstoffverfügbarkeit – meist automatisch beschickte Hackschnitzel- oder Pelletkessel eingesetzt. Bei Dampferzeugern kann Dampf für Veredelungsprozesse entnommen oder zur Stromproduktion eingesetzt werden.

Die Förderung

Das Förderprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit“ (KfW-Programm 295) sowie „Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft – Modul 2 Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien“ (BAFA) gewähren Zuschüsse bis zu 10 Mio. Euro je Vorhaben (inkl. Wärmeerzeuger, Brennstofflager, Wärmespeicher, Verrohrung, Mess- und Datenerfassungseinrichtungen und Nebenkosten), wenn mehr als 50 Prozent der regenerativ erzeugten Wärme für Produktions- oder Veredelungsprozesse genutzt wird. Förderfähige Nebenkosten sind Machbarkeitsabschätzungen, Planungskosten, Installationskosten und notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung beziehungsweise Einrichtung der Anlage. Nebenkosten sind nur bis zu einem Anteil von max. 30 Prozent an den gesamten Investitionskosten förderfähig. Bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten werden bezuschusst; kleine und mittlere Unternehmen erhalten bis zu 55 Prozent. Die Förderung kann für das gleiche Vorhaben nicht mit anderen Förderprogrammen (inkl. Beihilfen nach dem KWKG und EEG) kumuliert werden.

Mehr über Förderung und Zuschüsse

Initialberatung der EnergieAgentur.NRW

Wer sinnvoll in eine neue Heizanlage investieren möchte, sollte sich gut beraten lassen. Um die Frage zu klären, ob das Heizen mit Holz für Ihre Immobilie geeignet ist, können Sie das Team der Aktion Holz+Pellets kontaktieren. Unser Experte, Georg Krämer, beantwortet gerne Ihre Fragen zu Förderung, Heizanlagen und Brennstoffen.

Kontakt:
Georg Krämer
Tel.: 0211/86642-298
E-Mail: kraemer@energieagentur.nrw

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