Gefördert durch:
Kleine Heizkessel: In nahezu allen Anwendungsbereichen finden sich auf Holz basierte Heizlösungen.
Kleine Heizkessel: In nahezu allen Anwendungsbereichen finden sich auf Holz basierte Heizlösungen.

Kleine Heizkessel (ca. 10 bis 50 kW)

In Leistungsfähigkeit und Bedienkomfort steht das Heizen mit Holz bei der Verwendung einer zeitgemäßen Heiztechnik anderen Heizformen in nichts nach. Vollautomatische Brennstoffbeschickung, Vebrennungsluftregelung auf Basis von Temperatur- oder Abgassensoren, leistungsfähige Partikelfilter, bequeme Brennstoffbeschaffung, fernsteuerbare Kessel – in nahezu allen Anwendungsbereichen finden sich auf Holz basierte Heizlösungen. Sie eignen sich für nahezu alle Anwendungsgebiete: vom Einfamilienhaus bis zum Gebäudekomplex, auf dem Lande als auch in der Stadt. So kommen beispielsweise kleine Heizkessel mit einer Leistung bis ca. 50 kW in Ein- und Mehrfamilienhäusern vor. Als Brennstoff dienen Holzpellets, Holzhackschnitzel oder Scheitholz/Holzbriketts. Neuerdings werden auch Kombinationskessel stärker nachgefragt.

Mehr über Holzpellets
Mehr über Hackschnitzel
Mehr über Scheitholz

Die Technik

Im Leistungsbereich von bis zu 50 kW haben Pelletkessel, insbesondere was den Komfort und die Effizienz angeht, die Spitzenreiterposition inne. Dort erfolgen sowohl die Brennstoffbeschickung als auch die Verbrennungsführung und die Entaschung automatisch. Insbesondere in städtischen Gebieten punktet das Heizen mit Holzpellets durch die unkomplizierte Lieferung und Lagerung der kleinen Presslinge. Pelletkessel eignen sich im Übrigen besonders für den Ersatz von Ölheizungen, weil das angrenzende Tanklager bereits als Lagerraum für Pellets genutzt werden kann.

Zentralheizkessel mit Scheitholz oder Holzbriketts sind zwar fast so effizient wie Pelletkessel, müssen allerdings von Hand beschickt werden. Außerdem ist für Scheitholzkessel ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher zwingend, um die entstehende Wärme aufzunehmen. Wer Scheitholz selbst erntet und aufbereitet, kann mit einem Scheitholzvergaserkessel günstig und relativ bequem heizen. Scheitholz-Pellets-Kombinationskessel verbinden die Vorteile des günstigen Scheitholzes mit dem Komfort einer automatischen Pelletfeuerung.

Übrigens: Bei einer Wärmeleistung von etwa 50 kW und darüber, sollte grundsätzlich eine automatisch beschickte und gesteuerte Pellet- oder Hackschnitzelfeuerung berücksichtigt werden, da das Nachlegen per Hand dann schlichtweg zu aufwändig ist.

Mehr über Pelletkessel
Mehr über Hackschnitzelkessel
Mehr über Scheitholzkessel
Mehr über Kombinationskessel

Die Förderung

Moderne holzbetriebene Heizsysteme werden großzügig gefördert. Es steht eine Auswahl an Förderinstrumenten bereit, die zum Teil miteinander kombiniert werden können, so lange die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Kosten nicht übersteigt. Es gibt wie üblich auch Ausnahmen, so wie die Steuerermäßigung im Wohneigentum, die nicht mit anderen Instrumenten kombinierbar ist. Regelmäßig werden auch Fördersätze oder Voraussetzungen angepasst. Es lohnt sich daher, sich vor Vergabe des Installationsauftrags aktuell zu informieren.

Grundsätzlich erweist sich für die meisten Biomasseheizanlagen die BAFA-Förderung aus dem Marktanreizprogramm am attraktivsten – je nach Möglichkeit in Kombination mit dem Landesprogramm progres.nrw. Seltener können sich auch die anderen Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder die Steuererleichterung lohnen.

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die Kernelemente der wichtigsten Förderprogramme für holzbetriebene Zentralheizungen:

Marktanreizprogramm (MAP)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Installation von Kesseln zur Verbrennung von Biomassepellets und Holzhackschnitzeln, von Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets/Hackschnitzeln und Scheitholz sowie von besonders emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln ab 5 kW Nennwärmeleistung

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, freiberuflich Tätige, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände,     Unternehmen, gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften (Nicht antragsberechtigt: Hersteller von förderfähigen Anlagen)

Unter welchen Bedingungen?

Es werden nur Anlagen gefördert, die die technischen Mindestanforderungen erfüllen (s. Liste des BAFA)

Umfang der Förderung?

Die Förderung beträgt bis zu 35 Prozent der tatsächlich entstandenen Kosten für das neue Heizsystem (das heißt inklusive Lager, Pufferspeicher, Wanddurchbrüchen, Deinstallation und Entsorgung der Altanlage etc.). Wird eine gemäß EnEV nicht austauschpflichtige Ölheizung ersetzt, erhöht sich der Fördersatz auf 45 Prozent. Diese Fördersätze gelten auch für den Neubau, dort allerdings mit höheren Anforderungen an die Technik (z. B. Brennwertnutzung oder sekundäre Partikelabscheidung). Es werden nun auch Gas-Hybridheizungen gefördert. Für Anlagen, die eine neue Gasheizung mit einer holzbetriebenen Anlage über eine gemeinsame Steuer- und Regelungstechnik kombinieren, beträgt die Förderung bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Die förderfähigen Kosten sind insgesamt begrenzt auf max. 50.000 Euro pro Wohneinheit in Wohngebäuden und auf max. 3,5 Mio. Euro pro Gebäude in Nichtwohngebäuden. Zur besseren Übersicht finden Sie hier die Fördergrafik des BAFA.

Wichtig!

Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen. Nicht förderfähig: Öl-Hybrid- oder Öl-Brennwertheizunge. Wird eine Ölheizung um eine holzbetriebene Anlage ergänzt, kann letztere jedoch gefördert werden.

Auch wenn eine bestehende Biomasseheizanlage um eine Gas-Brennwertheizung ergänzt werden soll, können die neuen Anlagenteile als Gas-Hybridheizung gefördert werden.

progres.nrw

Antragstellung bei

Bezirksregierung Arnsberg Mehr

Was wird gefördert?

Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage: Pelletkessel mit Brennwerttechnik, Pelletkessel, Kombikessel bzw. Hybridkessel, Holzhackschnitzelkessel, Partikelabscheider

Wer kann Antrag stellen?

Mit Sitz in NRW: Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Gemeinden als Träger von Einrichtungen ohne wirtschaftliche Tätigkeit

Unter welchen Bedingungen?

Bis Ende 2020: Gefördert wird eine Anlage je Gebäude und Standort. Die Anlage muss als einzige Hauptheizung dienen, mit einer Solarthermischen Anlage (min. 5 m²) und mit einem ausreichend großen Speicher (30 l/kW) gekoppelt sein. Die Anlage muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle (BAFA) gelistet sein. Die fachgerechte Montage ist durch eine Fachunternehmerbescheinigung nachzuweisen.

Umfang der Förderung?

Bis Ende 2020: Die Fördersummen für Pelletkessel mit Brennwerttechnik liegen bei 2.000 €, für Pelletkessel bei 1.750 €, für Kombikessel (Hybridkessel) bei 1.250 €, für Holzhackschnitzelkessel bei 1.250 €, für Partikelabscheider bei 250 € + Förderung der Solaranlage.

Wichtig!

Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn gestellt und der Bescheid abgewartet werden. Den Antrag finden Sie hier. Achtung: Antragsstopp ist der 20. November 2020.

Neben diesen Förderprogrammen gibt es Re- und Finanzierungsmöglichkeiten seitens der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse gewährt. Interessant ist das Angebot vor allem im großen Anlagenbereich, bei Besonderheiten (z. B. für Wärmenetze, bei Einsatz von Prozesswärme oder für große Holzfeuerungen im Neubau, die nicht mit Partikelabscheider oder Brennwerttechnik ausgerüstet werden) beziehungsweise für bestimmte Zielgruppen (z. B. kleine und mittelständische Unternehmen). Da die KfW eine Reihe von Förderprodukten anbietet, ist eine persönliche Beratung im Vorfeld wichtig. Über das Infocenter der KfW finden Sie den richtigen Ansprechpartner.

Des Weiteren ist im Klimaschutzprogramm 2030 eine steuerliche Förderung für energetische Maßnahmen in selbstgenutztem Wohneigentum verankert. Dies betrifft auch Pelletöfen mit Wassertasche. Pro Gebäude kann die Steuerermäßigung 20 Prozent der Aufwendungen betragen, maximal 40.000 Euro, verteilt über drei Jahre. Die installierten Biomasseanlagen im Nennleistungsbereich zwischen 5 und 100 kW müssen ebenfalls technische Mindestkriterien erfüllen. Die Ausgaben könnten erstmalig mit der Steuererklärung im Jahr 2021 geltend gemacht werden. Eine Kombination der steuerlichen Förderung mit anderen Förderinstrumenten ist nicht zulässig.

Mehr über Förderung und Zuschüsse

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