Gefördert durch:
Hackschnitzelkessel: Sie sind wirtschaftlich und ökologisch, wenn große Wärmemengen benötigt werden.
Hackschnitzelkessel: Sie sind wirtschaftlich und ökologisch, wenn große Wärmemengen benötigt werden.

Holzhackschnitzel für Ein- und Mehrfamilienhäuser

Hackschnitzelfeuerungen werden mancherorts in Ein- und Mehrfamilienhäusern eingesetzt, mehrheitlich jedoch in Betrieben der Land- und Holzwirtschaft sowie Schulen, Kirchen oder Wohnkomplexen. Sie sind wirtschaftlich und ökologisch, wenn große Wärmemengen oder hohe Prozesswärmetemperaturen benötigt werden. Zugleich muss ausreichend Platz für Kesselhaus, Lager und Zufahrt vorhanden sein und der Brennstoff günstig in gleichbleibender Qualität zur Verfügung stehen. Holzhackschnitzel sind prädestiniert für dezentrale Heizkraftwerke mit Wärmenetz zur wärmegeführten Stromproduktion. Mit zunehmender Leistungsgröße und entsprechender Technik (zum Beispiel Abgasreinigung) können auch inhomogene Hackschnitzelsortimente verwendet werden.

Die Technik

Der Verbrennungsprozess in einem Hackschnitzelkessel erfolgt vollautomatisch, indem das Hackgut über ein Transportsystem vom Lager direkt in den Feuerraum geleitet wird. Über den Wärmetauscher wird die Wärme dann in den Heizkreislauf übertragen. Die bei der Verbrennung anfallende Asche wird automatisch in eine separate Aschetonne ausgetragen. Gut zu wissen: Um die Effizienz einer Hackschnitzelheizung voll auszuschöpfen und maximale Einsparungen bei den Brennstoffkosten zu erreichen, ist es sinnvoll einen ausreichend dimensionierten Pufferspeicher für die Wärmeabnahme und Wärmeverteilung einzuplanen. Nur so kann die Anlage effizient und emissionsarm in Volllast betrieben werden; der ungünstige Teillastbereich kann so vermieden und die Lebensdauer der Anlage verlängert werden.

Die Förderung

Mit dem Ziel, die zukunftsfähige und klimafreundliche Versorgung mit erneuerbarer Wärme weiter auszubauen, fördern der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die Installation von effizienten und emissionsarmen Heizanlagen. Hackschnitzelfeuerungen werden mit mindestens 3.500 Euro gefördert.

Beachten Sie bei progres.nrw den Antragsstopp zwischen 21.11.2019 und 04.02.2020! Neuanträge können im Zeitraum zwischen dem 4. Februar und dem 20. November eines jeden Kalenderjahres bei der Bewilligungsbehörde gestellt werden. Vorher oder nachher eingehende Anträge werden nicht berücksichtigt.

Zur Förderübersicht für Kessel im Gebäudebestand
Zur Förderübersicht für Kessel im Neubau

Marktanreizprogramm (MAP)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Errichtung und Erweiterung von Biomasseanlagen für die thermische Nutzung von 5 bis 100 Kilowatt Nennwärmeleistung: Pelletkessel, Pelletkessel ohne und mit neuem Pufferspeicher, Hackschnitzelkessel oder Scheitholzvergaserkessel mit vorhandenem oder neuem Pufferspeicher

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Betriebe, Genossenschaften, Contractoren, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände, gemeinnützige Organisationen

Unter welchen Bedingungen?

Die Förderung gilt für Bestandsgebäude nur dann, wenn ein Heizungssystem seit mindestens zwei Jahren installiert war. Ein Kombinationsbonus ist möglich bei gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Solarthermie- oder Wärmepumpenanlage oder dem Anschluss der Biomasseanlage an ein Wärmenetz. Für den Gebäudeeffizienzbonus müssen die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllt sowie durch einen zugelassenen Sachverständigen bestätigt sein.

Umfang der Förderung?

Die Basisförderung kommt neuen Biomasseanlagen im Gebäudebestand mit bis zu 100 kW Nennwärmeleistung zugute. Bei Brennwertnutzung, d.h. der Nutzung der bei der Abgaskondensation anfallenden Wärme, sowie bei der Einrichtung eines zusätzlichen Partikelabscheiders greift - sowohl im Gebäudebestand als auch im Neubau - die Innovationsförderung. Darüber hinaus wird die Kombination mit solarthermischen Anlagen, Wärmepumpen oder dem Anschluss an ein Wärmenetz finanziell unterstützt. Im Gebäudebestand können auch finanzielle Hilfen für Einzelmaßnahmen zur energetischen Optimierung der Heizungsanlage (Optimierungsbonus) sowie bei besonders energieeffizienten Bestandsgebäuden ein Gebäudeeffizienzbonus beantragt werden.

Wichtig!

Nicht förderfähig: Feuerungsanlagen, die nicht auf der BAFA-Liste der förderfähigen Anlagen zu finden sind. Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt werden!

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Ersatz einer besonders ineffizienten Heizungsanlage durch eine moderne Biomassefeuerungsanlage. Alle, die unter Inanspruchnahme des Marktanreizprogramms ihre besonders ineffiziente Heizungsanlage austauschen oder solarthermisch modernisieren möchten, können eine zusätzliche Förderung erhalten, wenn sie zugleich das gesamte Heizungssystem (inklusive Heizkörpern und Rohrleitungen) optimieren.

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Betriebe, Genossenschaften, Contractoren, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände, gemeinnützige Organisationen

Unter welchen Bedingungen?

Ersatz einer besonders ineffizienten Heizungsanlage durch eine moderne Biomassefeuerungsanlage. Die Bewilligung eines Investitionszuschusses nach dem MAP ist Voraussetzung für den APEE-Zusatzbonus. Zusätzlich zum Austausch bzw. Modernisierung der alten Anlage muss das gesamte Heizungssystem optimiert werden (Bestandsaufnahme, hydraulischer Abgleich, Optimierung gemäß Vorgaben).

Umfang der Förderung?

Bei Ersatz einer alten Heizanlage gibt es einen Zuschuss in Höhe von 20 % des im Rahmen des MAP für die Installation der neuen Anlage bewilligten Gesamtförderbetrags (ohne „Optimierungsbonus“). Hinzu kommt ein einmaliger Investitionszuschuss von 600 Euro für die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am Heizungssystem. Alternativ kann für die letztgenannten Maßnahmen auch der Optimierungsbonus von 10 % der Nettoinvestitionskosten im Rahmen des MAP beantragt werden.

Wichtig!

Nicht förderfähig: Neuerrichtung einer Heizanlage oder das Ersetzen einer älteren Anlage mit Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie.
Nicht kombinierbar mit dem Optimierungsbonus im Rahmen des MAP.

progres.NRW

Antragstellung bei

Bezirksregierung Arnsberg Mehr

Was wird gefördert?

Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage: Pelletkessel mit Brennwerttechnik, Pelletkessel, Kombikessel bzw. Hybridkessel, Holzhackschnitzelkessel, Partikelabscheider

Wer kann Antrag stellen?

Mit Sitz in NRW: Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Gemeinden als Träger von Einrichtungen ohne wirtschaftliche Tätigkeit

Unter welchen Bedingungen?

Gefördert wird eine Anlage je Gebäude und Standort. Die Anlage muss als einzige Hauptheizung dienen, mit einer Solarthermischen Anlage (min. 5 m²) und mit einem ausreichend großen Speicher (30 l/kW) gekoppelt sein. Die Anlage muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle (BAFA) gelistet sein. Die fachgerechte Montage ist durch eine Fachunternehmerbescheinigung nachzuweisen.

Umfang der Förderung?

Pelletkessel mit Brennwerttechnik 2.000 €, Pelletkessel 1.750 €, Kombikessel (Hybridkessel) 1.250 €, Holzhackschnitzelkessel 1.250 €, Partikelabscheider 250 € + Förderung der Solaranlage.

Wichtig!

Die Förderung ist mit der MAP-Förderung kombinierbar! Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt und der Bescheid abgewatet werden.
Nicht förderfähig: Maßnahmen, die bereits beauftragt sind (z. B. im Baugewerkenvertrag) oder mit denen bereits begonnen wurde.

Mehr über Förderung und Zuschüsse

Die Lagerung

Holzart und Wassergehalt bestimmen auch beim Heizen mit Hackschnitzeln den Energiegehalt. Dabei kann der Brennstoff auf den gewünschten Wassergehalt hin gezielt getrocknet werden. Oder er wird auf sauberen, befestigten Plätzen mit Asphalt, Pflastersteinen oder Beton als Untergrund und einem Schutz gegen Niederschlag an der Luft getrocknet. Die natürliche Trocknung kann mit der Eigenwärme der Hackschnitzel oder durch Umwälzen erfolgen. Für die natürliche Trocknung und gleichzeitige Lagerung bieten sich Lagerhallen mit luftdurchlässigen Seitenwänden in Holzbauweise an, oder halbdurchlässige Trocknungsvliese. Gut zu wissen: Ein Wassergehalt von 25 bis 35 Prozent – je nach Vorgabe des Kesselherstellers – ist das Ziel des Trocknungsvorgangs. Anschließend werden die Hackschnitzel gegen Niederschlag und Wiederbefeuchtung geschützt gelagert.

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