Gefördert durch:
Holzpelletskessel: Moderne Pelletheizungen sind einfach in der Bedienung und verursachen wenig Arbeit im Betrieb.
Holzpelletskessel: Moderne Pelletheizungen sind einfach in der Bedienung und verursachen wenig Arbeit im Betrieb.

Holzpellets für Ein- und Mehrfamilienhäuser

Unser Zuhause benötigt Wärme – bestenfalls eine, die nachhaltig erzeugt wird, emissionsarm ist und wenig kostet. Eine effiziente Heizung, die einfach und sauber in der Bedienung ist und deren Betrieb und Brennstoffbeschaffung wenig Arbeit verursacht. Eine moderne Pelletheizung leistet genau das. Nicht ohne Grund sind schon über 460.000 Pelletkessel deutschlandweit installiert, Tendenz steigend.

Die Technik

Für die Beheizung von Privathaushalten sowie Mehrfamilienhäusern oder kommunalen Einrichtungen und Gewerbebetrieben kommen halb- oder vollautomatische Zentralheizungen zum Einsatz. Die beiden Hei-zungstypen unterscheiden sich in dem Arbeitsaufwand bei der Befüllung ihres Vorratsbehälters. Halbautomatische Anlagen besitzen zum Beispiel einen größeren Vorratsbehälter, der regelmäßig von Hand mit Pellets bestückt wird. Empfohlen wird hierbei ein Vorratsvolumen von mindestens 400 Litern, dies entspricht circa 260 Kilogramm Pellets. Vollautomatische Heizkessel versorgen sich selbstständig über Schnecken- oder Saugaustragung mit Brennstoff aus einem angeschlossenem Lager.

Die Förderung

Mit dem Ziel, die zukunftsfähige und klimafreundliche Versorgung mit erneuerbarer Wärme weiter auszubauen, fördern der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die Installation von effizienten und emissionsarmen Heizanlagen. Pelletheizungen mit Pufferspeicher werden mit mindestens 3.000 Euro aus Bundesmitteln gefördert. In Kombination mit mindestens 5 m² Solarthermieanlage zur Warmwasseraufbereitung oder Heizungsunterstützung ist eine zusätzliche Förderung des Landes möglich.

Beachten Sie bei progres.nrw den Antragsstopp zwischen 21.11.2019 und 04.02.2020! Neuanträge können im Zeitraum zwischen dem 4. Februar und dem 20. November eines jeden Kalenderjahres bei der Bewilligungsbehörde gestellt werden. Vorher oder nachher eingehende Anträge werden nicht berücksichtigt.

Zur Förderübersicht für Kessel im Gebäudebestand
Zur Förderübersicht für Kessel im Neubau

Marktanreizprogramm (MAP)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Errichtung und Erweiterung von Biomasseanlagen für die thermische Nutzung von 5 bis 100 Kilowatt Nennwärmeleistung: Pelletkessel, Pelletkessel ohne und mit neuem Pufferspeicher, Hackschnitzelkessel oder Scheitholzvergaserkessel mit vorhandenem oder neuem Pufferspeicher

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Betriebe, Genossenschaften, Contractoren, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände, gemeinnützige Organisationen

Unter welchen Bedingungen?

Die Förderung gilt für Bestandsgebäude nur dann, wenn ein Heizungssystem seit mindestens zwei Jahren installiert war. Ein Kombinationsbonus ist möglich bei gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Solarthermie- oder Wärmepumpenanlage oder dem Anschluss der Biomasseanlage an ein Wärmenetz. Für den Gebäudeeffizienzbonus müssen die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllt sowie durch einen zugelassenen Sachverständigen bestätigt sein.

Umfang der Förderung?

Die Basisförderung kommt neuen Biomasseanlagen im Gebäudebestand mit bis zu 100 kW Nennwärmeleistung zugute. Bei Brennwertnutzung, d.h. der Nutzung der bei der Abgaskondensation anfallenden Wärme, sowie bei der Einrichtung eines zusätzlichen Partikelabscheiders greift - sowohl im Gebäudebestand als auch im Neubau - die Innovationsförderung. Darüber hinaus wird die Kombination mit solarthermischen Anlagen, Wärmepumpen oder dem Anschluss an ein Wärmenetz finanziell unterstützt. Im Gebäudebestand können auch finanzielle Hilfen für Einzelmaßnahmen zur energetischen Optimierung der Heizungsanlage (Optimierungsbonus) sowie bei besonders energieeffizienten Bestandsgebäuden ein Gebäudeeffizienzbonus beantragt werden.

Wichtig!

Nicht förderfähig: Feuerungsanlagen, die nicht auf der BAFA-Liste der förderfähigen Anlagen zu finden sind. Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt werden!

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Ersatz einer besonders ineffizienten Heizungsanlage durch eine moderne Biomassefeuerungsanlage. Alle, die unter Inanspruchnahme des Marktanreizprogramms ihre besonders ineffiziente Heizungsanlage austauschen oder solarthermisch modernisieren möchten, können eine zusätzliche Förderung erhalten, wenn sie zugleich das gesamte Heizungssystem (inklusive Heizkörpern und Rohrleitungen) optimieren.

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Betriebe, Genossenschaften, Contractoren, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände, gemeinnützige Organisationen

Unter welchen Bedingungen?

Ersatz einer besonders ineffizienten Heizungsanlage durch eine moderne Biomassefeuerungsanlage. Die Bewilligung eines Investitionszuschusses nach dem MAP ist Voraussetzung für den APEE-Zusatzbonus. Zusätzlich zum Austausch bzw. Modernisierung der alten Anlage muss das gesamte Heizungssystem optimiert werden (Bestandsaufnahme, hydraulischer Abgleich, Optimierung gemäß Vorgaben).

Umfang der Förderung?

Bei Ersatz einer alten Heizanlage gibt es einen Zuschuss in Höhe von 20 % des im Rahmen des MAP für die Installation der neuen Anlage bewilligten Gesamtförderbetrags (ohne „Optimierungsbonus“). Hinzu kommt ein einmaliger Investitionszuschuss von 600 Euro für die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am Heizungssystem. Alternativ kann für die letztgenannten Maßnahmen auch der Optimierungsbonus von 10 % der Nettoinvestitionskosten im Rahmen des MAP beantragt werden.

Wichtig!

Nicht förderfähig: Neuerrichtung einer Heizanlage oder das Ersetzen einer älteren Anlage mit Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie.
Nicht kombinierbar mit dem Optimierungsbonus im Rahmen des MAP.

progres.NRW

Antragstellung bei

Bezirksregierung Arnsberg Mehr

Was wird gefördert?

Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage: Pelletkessel mit Brennwerttechnik, Pelletkessel, Kombikessel bzw. Hybridkessel, Holzhackschnitzelkessel, Partikelabscheider

Wer kann Antrag stellen?

Mit Sitz in NRW: Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Gemeinden als Träger von Einrichtungen ohne wirtschaftliche Tätigkeit

Unter welchen Bedingungen?

Gefördert wird eine Anlage je Gebäude und Standort. Die Anlage muss als einzige Hauptheizung dienen, mit einer Solarthermischen Anlage (min. 5 m²) und mit einem ausreichend großen Speicher (30 l/kW) gekoppelt sein. Die Anlage muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle (BAFA) gelistet sein. Die fachgerechte Montage ist durch eine Fachunternehmerbescheinigung nachzuweisen.

Umfang der Förderung?

Pelletkessel mit Brennwerttechnik 2.000 €, Pelletkessel 1.750 €, Kombikessel (Hybridkessel) 1.250 €, Holzhackschnitzelkessel 1.250 €, Partikelabscheider 250 € + Förderung der Solaranlage.

Wichtig!

Die Förderung ist mit der MAP-Förderung kombinierbar! Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn bis zum 20. November 2019 gestellt und der Bescheid abgewatet werden.
Nicht förderfähig: Maßnahmen, die bereits beauftragt sind (z. B. im Baugewerkenvertrag) oder mit denen bereits begonnen wurde.

Beispielrechnung

Pelletkessel (Nennwärmeleistung 25 kW) mit Pufferspeicher (mind. 30 l/kW) und angeschlossener Solarthermieanlage (15 m²) im Gebäudebestand mit 150 m² beheizter Fläche mitsamt Optimierung des Wärmeverteilsystems

Marktanreizprogramm (MAP)

Basisförderung von Pelletkessel mit Pufferspeicher: mindestens 3.000 € oder 80 €/kW

3.000 EUR

Förderung der Solarthermieanlage: mindestens 2.000 € oder 140 €/m²

2.100 EUR

Kombinationsbonus: Biomasse- und Solarthermieanlage pauschal 500 €

500 EUR

Summe MAP-Förderung
5.600 EUR

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Förderung Pelletkessel inkl. Solarthermie und Pufferspeicher: 20 % der MAP-Basisförderung

1.120 EUR

Optimierungsbonus: pauschal 600 € APEE-Förderung

600 EUR

Summe APEE-Förderung
1.720 EUR

progres.nrw

Förderung Pelletkessel und Pufferspeicher

1.750 EUR

Förderung Solarthermie:  90 €/m²

1.350 EUR

Summe progres.nrw-Förderung
3.100 EUR

Gesamtfördersumme

10.420 EUR

Mehr über Förderung und Zuschüsse

Die Lagerung

Holzpellets benötigen aufgrund ihrer hohen Energiedichte ein deutlich geringeres Lagervolumen als andere biogene Festbrennstoffe. Abhängig vom Platzangebot und der Ausstattung des Hauses bieten sich mehrere Möglichkeiten der Pelletlagerung an: So können die kleinen Presslinge beispielsweise in einem umgebauten Kellerraum, in Silos aus Stoffgewebe oder Metall, beispielsweise im Keller oder gegen Feuchtigkeit geschützt auch außerhalb des Hauses, gelagert werden.

Alle Lagerarten müssen für die Befüllung mit dem Tankwagen gut erreichbar und vor Betreten ausreichend gelüftet werden. Detaillierte Informationen zur Lagerung finden Sie in der Broschüre "Lagerung von Holzpellets" des Deutschen Pelletinstituts.

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Der dazugehörige Brennstoff

Holzpellets

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Holzpellets gehören zu den modernsten und effizientesten der Holzbrennstoffe. Sie werden aus naturbelassenem Restholz wie Sägemehl und Hobelspänen unter hohem Druck und ohne Zusatz von chemischen Bindemitteln hergestellt.

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