Gefördert durch:
Kombinationskessel: Die bequeme und vielseitige Wärmeversorgung mit preislich variablen Holzbrennstoffen.
Kombinationskessel: Die bequeme und vielseitige Wärmeversorgung mit preislich variablen Holzbrennstoffen.

Unterschiedliche Holzbrennstoffe in Kombinationskesseln

Die Kombination von einem handbeschickten Stückholzkessel (für Scheitholz) mit einem automatisch beschickten Pellet- oder Hackschnitzelkessel bietet eine bequeme und flexible Wärmeversorgung mit den verfügbaren Holzbrennstoffen. Immobilienbesitzer können mit eigenem Scheitholz, beispielsweise aus dem Privatwald, ihre Heizkosten senken, ohne auf eine komfortable und verlässliche Wärmeversorgung in Abwesenheit zu verzichten. Die enthaltene automatisierte Pellet- oder Hackschnitzelfeuerung macht es möglich.

Die Technik

Kombikessel werden meist mit Scheitholz und Holzpellets oder seltener mit Scheitholz und Hackschnitzeln betrieben. Das Herzstück der Heizanlage ist ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher: Anhand des gewünschten Nachlegeintervalls wird das Füllschachtvolumen des Scheitholzkessels dimensioniert, um die Pellet- oder Hackschnitzelfeuerung ohne häufige Zündungen in Volllast zu betreiben. Der Feuerraum des Füllschachtkessels ist so ausgelegt, dass bestimmte Scheitholz-Fixlängen eingesetzt werden können. Der Nachlegeintervall sollte so bemessen sein, dass in der Heizperiode abends einmal Brennholz nachgelegt wird. Die Wärme wird an einen ausreichend dimensionierten Pufferspeicher (mindestens 50 Liter je kW Nennwärmeleistung) abgegeben und von dort in den Heizkreislauf verteilt. Die Besonderheit: Eine nachgeschaltete Brennkammer vermischt das im Feuerraum erzeugte Holzgas mit Luft und brennt das Heizgas vollständig aus. Einmal befüllt, erfolgt die Verbrennung mithilfe von Temperatur- und Abgassensoren sowie Primär- und Sekundärluftventilatoren vollautomatisch. Wird der Scheitholzkessel nicht betrieben, etwa bei Abwesenheit oder nachts, schaltet sich bei Bedarf die automatisch beschickte Pellet- oder Hackschnitzelfeuerung zu und benutzt denselben (Kombikessel) oder einen separaten Feuerraum (Doppelkessel) zur Verbrennung des mit Luft und Holzgas durchmischten Heizgases.

Die Förderung

Moderne holzbetriebene Heizsysteme werden großzügig gefördert. Es steht eine Auswahl an Förderinstrumenten bereit, die zum Teil miteinander kombiniert werden können, so lange die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Kosten nicht übersteigt. Es gibt wie üblich auch Ausnahmen, so wie die Steuerermäßigung im Wohneigentum, die nicht mit anderen Instrumenten kombinierbar ist. Regelmäßig werden auch Fördersätze oder Voraussetzungen angepasst. Es lohnt sich daher, sich vor Vergabe des Installationsauftrags aktuell zu informieren.

Grundsätzlich erweist sich für die meisten Biomasseheizanlagen die BAFA-Förderung aus dem Marktanreizprogramm am attraktivsten – je nach Möglichkeit in Kombination mit dem Landesprogramm progres.nrw. Seltener können sich auch die anderen Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder die Steuererleichterung lohnen.

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die Kernelemente der wichtigsten Förderprogramme für holzbetriebene Zentralheizungen:

Marktanreizprogramm (MAP)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Installation von Kesseln zur Verbrennung von Biomassepellets und Holzhackschnitzeln, von Kombinationskesseln zur Verbrennung von Biomassepellets/Hackschnitzeln und Scheitholz sowie von besonders emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln ab 5 kW Nennwärmeleistung

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, freiberuflich Tätige, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände,     Unternehmen, gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften (Nicht antragsberechtigt: Hersteller von förderfähigen Anlagen)

Unter welchen Bedingungen?

Es werden nur Anlagen gefördert, die die technischen Mindestanforderungen erfüllen (s. Liste des BAFA)

Umfang der Förderung?

Die Förderung beträgt bis zu 35 Prozent der tatsächlich entstandenen Kosten für das neue Heizsystem (das heißt inklusive Lager, Pufferspeicher, Wanddurchbrüchen, Deinstallation und Entsorgung der Altanlage etc.). Wird eine gemäß EnEV nicht austauschpflichtige Ölheizung ersetzt, erhöht sich der Fördersatz auf 45 Prozent. Diese Fördersätze gelten auch für den Neubau, dort allerdings mit höheren Anforderungen an die Technik (z. B. Brennwertnutzung oder sekundäre Partikelabscheidung). Es werden nun auch Gas-Hybridheizungen gefördert. Für Anlagen, die eine neue Gasheizung mit einer holzbetriebenen Anlage über eine gemeinsame Steuer- und Regelungstechnik kombinieren, beträgt die Förderung bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Die förderfähigen Kosten sind insgesamt begrenzt auf max. 50.000 Euro pro Wohneinheit in Wohngebäuden und auf max. 3,5 Mio. Euro pro Gebäude in Nichtwohngebäuden. Zur besseren Übersicht finden Sie hier die Fördergrafik des BAFA.

Wichtig!

Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen. Nicht förderfähig: Öl-Hybrid- oder Öl-Brennwertheizunge. Wird eine Ölheizung um eine holzbetriebene Anlage ergänzt, kann letztere jedoch gefördert werden.

Auch wenn eine bestehende Biomasseheizanlage um eine Gas-Brennwertheizung ergänzt werden soll, können die neuen Anlagenteile als Gas-Hybridheizung gefördert werden.

progres.NRW

Antragstellung bei

Bezirksregierung Arnsberg Mehr

Was wird gefördert?

Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage: Pelletkessel mit Brennwerttechnik, Pelletkessel, Kombikessel bzw. Hybridkessel, Holzhackschnitzelkessel, Partikelabscheider

Wer kann Antrag stellen?

Mit Sitz in NRW: Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Gemeinden als Träger von Einrichtungen ohne wirtschaftliche Tätigkeit

Unter welchen Bedingungen?

Bis Ende 2020: Gefördert wird eine Anlage je Gebäude und Standort. Die Anlage muss als einzige Hauptheizung dienen, mit einer Solarthermischen Anlage (min. 5 m²) und mit einem ausreichend großen Speicher (30 l/kW) gekoppelt sein. Die Anlage muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle (BAFA) gelistet sein. Die fachgerechte Montage ist durch eine Fachunternehmerbescheinigung nachzuweisen.

Umfang der Förderung?

Bis Ende 2020: Die Fördersumme für Kombikessel werden 2020 mit einem fixen Betrag von 1.250 Euro vom Land bezuschusst. Zusätzlich 250 Euro für die Installation eines Partikelabscheiders.

Wichtig!

Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn gestellt und der Bescheid abgewartet werden. Den Antrag finden Sie hier. Achtung: Antragsstopp ist der 20. November 2020.

Neben diesen Förderprogrammen gibt es Re- und Finanzierungsmöglichkeiten seitens der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse gewährt. Interessant ist das Angebot vor allem im großen Anlagenbereich, bei Besonderheiten (z. B. für Wärmenetze, bei Einsatz von Prozesswärme oder für große Holzfeuerungen im Neubau, die nicht mit Partikelabscheider oder Brennwerttechnik ausgerüstet werden) beziehungsweise für bestimmte Zielgruppen (z. B. kleine und mittelständische Unternehmen). Da die KfW eine Reihe von Förderprodukten anbietet, ist eine persönliche Beratung im Vorfeld wichtig. Über das Infocenter der KfW finden Sie den richtigen Ansprechpartner.

Des Weiteren ist im Klimaschutzprogramm 2030 eine steuerliche Förderung für energetische Maßnahmen in selbstgenutztem Wohneigentum verankert. Dies betrifft auch Pelletöfen mit Wassertasche. Pro Gebäude kann die Steuerermäßigung 20 Prozent der Aufwendungen betragen, maximal 40.000 Euro, verteilt über drei Jahre. Die installierten Biomasseanlagen im Nennleistungsbereich zwischen 5 und 100 kW müssen ebenfalls technische Mindestkriterien erfüllen. Die Ausgaben könnten erstmalig mit der Steuererklärung im Jahr 2021 geltend gemacht werden. Eine Kombination der steuerlichen Förderung mit anderen Förderinstrumenten ist nicht zulässig.

Mehr über Förderung und Zuschüsse

Die Lagerung

Holzbrennstoffe müssen trocken gelagert werden, denn feuchte Holzpellets quellen auf und zerfallen. Oberflächlich feuchtes Scheitholz oder Holzhackgut brennt nicht richtig an und neigt zu Schimmelbildung. Grund genug, bei der Lagerung von Holzbrennstoffen auf die richtige Umgebung zu achten. Kombikessel können mit unterschiedlichen Brennstoffen betrieben werden, beispielsweise Scheitholz in Kombination mit Holzpellets. Letztere benötigen aufgrund ihrer hohen Energiedichte ein deutlich geringeres Lagervolumen als andere biogene Festbrennstoffe. Abhängig vom Platzangebot und der Ausstattung des Hauses bieten sich mehrere Möglichkeiten der Pelletlagerung an: So können die kleinen Presslinge beispielsweise in einem als Pelletlager umgebauten Kellerraum oder industriell gefertigtem Gewebesilo bevorratet werden. Das Scheitholz wird meist räumlich getrennt an einer überdachten, gut belüfteten Stelle gelagert.

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Die dazugehörigen Brennstoffe

Holzpellets

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Holzpellets gehören zu den modernsten und effizientesten der Holzbrennstoffe. Sie werden aus naturbelassenem Restholz wie Sägemehl und Hobelspänen unter hohem Druck und ohne Zusatz von chemischen Bindemitteln hergestellt.

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Holzhackschnitzel werden mit geringem Aufwand aus naturbelassenem Holz erzeugt. Das Material stammt aus Wald, Energieholzplantagen (Kurzumtrieb) sowie Landschaft, oder aus Produktionsresten in der Holzindustrie.

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Holzbriketts werden aus naturbelassenen Holzspänen und Sägemehl hergestellt und haben üblicherweise einen Durchmesser zwischen 40 und 100 mm. In den letzten Jahren haben sie sich als Ergänzung oder Ersatz von Scheitholz auf dem Markt etabliert.

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Scheitholz

Scheitholz, auch Kamin- oder Stückholz genannt, wird vor allem als Brennstoff für Einzelraumfeuerungen geschätzt. Insbesondere Privatwaldbesitzer nutzen den Brennstoff im heimischen Ofen oder Kessel.

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