Gefördert durch:
Große Heizkessel: Für allgemein alle Gebäude mit höherem Wärmebedarf sind Kombinationskessel sinnvoll.
Große Heizkessel: Für allgemein alle Gebäude mit höherem Wärmebedarf sind Kombinationskessel sinnvoll.

Mittlere Heizkessel (50 bis 100 kW)

Besitzer größerer Immobilien heizen nicht nur klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich beim Einsatz des nachwachsenden Brennstoffs Holz. Um Mehrfamilienhäuser, kommunale Einrichtungen, Kirchen, Landwirtschafts- oder Gewerbebetriebe sowie allgemein alle Gebäude mit höherem Wärmebedarf automatisch zu beheizen, kommen letztlich nur Pellets- und Hackschnitzelkessel in Frage. Kombinationskessel können fallweise, zum Beispiel in Betrieben der Land- und Holzwirtschaft, sinnvoll sein – aber auch nur dann, wenn der erhöhte Betriebsaufwand zu leisten ist.

Mehr über Holzpellets
Mehr über Holzhackschnitzel

Die Technik

Bei der Entscheidung für eine automatisierte Holzheizanlage im größeren Leistungsbereich gibt es grundsätzlich zwei Alternativen: Eine Pelletfeuerung kommt vor allem bei Ersatz einer Öl- oder Gasheizung und insbesondere bei einem begrenzten Raumangebot in Frage. Außerdem ist sie dann sinnvoll, wenn weniger Personal für die Brennstoffversorgung, Reinigung und Entaschung der Anlage zur Verfügung steht. Eine Hackschnitzelfeuerung hingegen ist besonders bei eigenem Holzvorrat und einer selbständigen Aufbereitung langfristig kostengünstiger. Sie zeichnet sich allerdings durch einen höheren Platzbedarf für den Heizraum oder das Kesselhaus sowie das Brennstofflager aus, ganz zu schweigen von der Bewegungsfläche für die Brennstoffaufbereitung und Lieferung.

Für einen effizienten Volllastbetrieb der holzbetriebenen Heizanlage ist in jedem Fall ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher sinnvoll – egal ob ein Gebäude mit einem Zentralheizkessel oder mehrere Gebäude über ein kleines Nahwärmenetz versorgt werden. Dadurch lässt sich auch eine Wärmeversorgung in der Übergangszeit und eine Warmwasseraufbereitung im Sommer gewährleisten, die emissionsarm und gleichzeitig effizient ist. Eine Kombination aus Holzfeuerung und einer Solarthermieanlage für die Warmwasseraufbereitung beziehungsweise Heizungsunterstützung ist unbedingt zu prüfen.

Mehr über Pelletkessel
Mehr über Hackschnitzelkessel

Die Förderung

Mit dem Ziel, die zukunftsfähige und klimafreundliche Versorgung mit erneuerbarer Wärme weiter auszubauen, fördern der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die Installation von effizienten und emissionsarmen Heizanlagen. Im Bereich der mittleren Heizkessel (ca. 50 bis 100 kW) werden sowohl im Neubau als auch in Bestandsgebäuden unterschiedliche mit Holz betriebene Heizanlagen gefördert.

Zur Förderübersicht für Kessel im Gebäudebestand
Zur Förderübersicht für Kessel im Neubau

Marktanreizprogramm (MAP)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Errichtung und Erweiterung von Biomasseanlagen für die thermische Nutzung von 5 bis 100 Kilowatt Nennwärmeleistung: Pelletkessel, Pelletkessel ohne und mit neuem Pufferspeicher, Hackschnitzelkessel oder Scheitholzvergaserkessel mit vorhandenem oder neuem Pufferspeicher

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Betriebe, Genossenschaften, Contractoren, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände, gemeinnützige Organisationen

Unter welchen Bedingungen?

Die Förderung gilt für Bestandsgebäude nur dann, wenn ein Heizungssystem seit mindestens zwei Jahren installiert war. Ein Kombinationsbonus ist möglich bei gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Solarthermie- oder Wärmepumpenanlage oder dem Anschluss der Biomasseanlage an ein Wärmenetz. Für den Gebäudeeffizienzbonus müssen die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllt sowie durch einen zugelassenen Sachverständigen bestätigt sein.

Umfang der Förderung?

Die Basisförderung kommt neuen Biomasseanlagen im Gebäudebestand mit bis zu 100 kW Nennwärmeleistung zugute. Bei Brennwertnutzung, d.h. der Nutzung der bei der Abgaskondensation anfallenden Wärme, sowie bei der Einrichtung eines zusätzlichen Partikelabscheiders greift - sowohl im Gebäudebestand als auch im Neubau - die Innovationsförderung. Darüber hinaus wird die Kombination mit solarthermischen Anlagen, Wärmepumpen oder dem Anschluss an ein Wärmenetz finanziell unterstützt. Im Gebäudebestand können auch finanzielle Hilfen für Einzelmaßnahmen zur energetischen Optimierung der Heizungsanlage (Optimierungsbonus) sowie bei besonders energieeffizienten Bestandsgebäuden ein Gebäudeeffizienzbonus beantragt werden.

Wichtig!

Nicht förderfähig: Feuerungsanlagen, die nicht auf der BAFA-Liste der förderfähigen Anlagen zu finden sind. Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt werden!

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Ersatz einer besonders ineffizienten Heizungsanlage durch eine moderne Biomassefeuerungsanlage. Alle, die unter Inanspruchnahme des Marktanreizprogramms ihre besonders ineffiziente Heizungsanlage austauschen oder solarthermisch modernisieren möchten, können eine zusätzliche Förderung erhalten, wenn sie zugleich das gesamte Heizungssystem (inklusive Heizkörpern und Rohrleitungen) optimieren.

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Betriebe, Genossenschaften, Contractoren, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände, gemeinnützige Organisationen

Unter welchen Bedingungen?

Ersatz einer besonders ineffizienten Heizungsanlage durch eine moderne Biomassefeuerungsanlage. Die Bewilligung eines Investitionszuschusses nach dem MAP ist Voraussetzung für den APEE-Zusatzbonus. Zusätzlich zum Austausch bzw. Modernisierung der alten Anlage muss das gesamte Heizungssystem optimiert werden (Bestandsaufnahme, hydraulischer Abgleich, Optimierung gemäß Vorgaben).

Umfang der Förderung?

Bei Ersatz einer alten Heizanlage gibt es einen Zuschuss in Höhe von 20 % des im Rahmen des MAP für die Installation der neuen Anlage bewilligten Gesamtförderbetrags (ohne „Optimierungsbonus“). Hinzu kommt ein einmaliger Investitionszuschuss von 600 Euro für die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am Heizungssystem. Alternativ kann für die letztgenannten Maßnahmen auch der Optimierungsbonus von 10 % der Nettoinvestitionskosten im Rahmen des MAP beantragt werden.

Wichtig!

Nicht förderfähig: Neuerrichtung einer Heizanlage oder das Ersetzen einer älteren Anlage mit Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie.
Nicht kombinierbar mit dem Optimierungsbonus im Rahmen des MAP.

progres.NRW

Antragstellung bei

Bezirksregierung Arnsberg Mehr

Was wird gefördert?

Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage: Pelletkessel mit Brennwerttechnik, Pelletkessel, Kombikessel bzw. Hybridkessel, Holzhackschnitzelkessel, Partikelabscheider

Wer kann Antrag stellen?

Mit Sitz in NRW: Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Gemeinden als Träger von Einrichtungen ohne wirtschaftliche Tätigkeit

Unter welchen Bedingungen?

Gefördert wird eine Anlage je Gebäude und Standort. Die Anlage muss als einzige Hauptheizung dienen, mit einer Solarthermischen Anlage (min. 5 m²) und mit einem ausreichend großen Speicher (30 l/kW) gekoppelt sein. Die Anlage muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle (BAFA) gelistet sein. Die fachgerechte Montage ist durch eine Fachunternehmerbescheinigung nachzuweisen.

Umfang der Förderung?

Pelletkessel mit Brennwerttechnik 2.000 €, Pelletkessel 1.750 €, Kombikessel (Hybridkessel) 1.250 €, Holzhackschnitzelkessel 1.250 €, Partikelabscheider 250 € + Förderung der Solaranlage.

Wichtig!

Die Förderung ist mit der MAP-Förderung kombinierbar! Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt und der Bescheid abgewatet werden.
Nicht förderfähig: Maßnahmen, die bereits beauftragt sind (z. B. im Baugewerkenvertrag) oder mit denen bereits begonnen wurde.

Beispielrechnung

Pelletkessel (Nennwärmeleistung 25 kW) mit Pufferspeicher (mind. 30 l/kW) und angeschlossener Solarthermieanlage (15 m2) im Gebäudebestand mit 150 m2 beheizter Fläche mitsamt Optimierung des Wärmeverteilsystems

Marktanreizprogramm (MAP)

Basisförderung von Pelletkessel mit Pufferspeicher: mindestens 3.000 € oder 80 €/kW

3.000 EUR

Förderung der Solarthermieanlage: mindestens 2.000 € oder 140 €/m2 

2.100 EUR

Kombinationsbonus: Biomasse- und Solarthermieanlage pauschal 500 €

500 EUR

Summe MAP-Förderung
5.600 EUR

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Förderung Pelletkessel inkl. Solarthermie und Pufferspeicher: 20 % der MAP-Basisförderung

1.120 EUR

Optimierungsbonus: pauschal 600 € APEE-Förderung

600 EUR

Summe APEE-Förderung
1.720 EUR

progres.nrw

Förderung Pelletkessel und Pufferspeicher

1.750 EUR

Förderung Solarthermie:  90 €/m2

1.350 EUR

Summe progres.nrw-Förderung
3.100 EUR

Gesamtfördersumme

10.420 EUR

Mehr über Förderung und Zuschüsse

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