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Öfen und Kamine sorgen durch selbstgeschlagenes oder abgelagertes Waldholz für gemütliche Kaminabende.
Öfen und Kamine sorgen durch selbstgeschlagenes oder abgelagertes Waldholz für gemütliche Kaminabende.

Öfen und Kamine

Rund 11,2 Millionen Einzelraumfeuerungen, das heißt Öfen oder offene Kamine, sind deutschlandweit in Betrieb. Die meisten von ihnen werden als reine Komfortkamine betrieben: Ihre Heizleistung von bis zu 15 kW wird nicht zur Erwärmung von Heiz- oder Brauchwasser benötigt, sondern sorgt ausschließlich für gemütliche Kaminabende bei flackerndem Feuerschein. Die Holzbrennstoffe, die darin zum Einsatz kommen, reichen vom selbst geschlagenen und abgelagerten Waldholz über Holzbriketts bis hin zu Holzpellets.

Mehr über Holzpellets

Die Technik

Einzelraumfeuerungen für Scheitholz sind wegen der händischen Brennstoffzuführung und der ungeregelten Verbrennungsluft in ihrem Abbrandverhalten wenig steuerbar. Sie sorgen durch ihre Ineffizienz für 80 Prozent aller Emissionen aus Holzfeuerungen in Privathaushalten. Der Umwelt zuliebe – aber auch für den eigenen Komfort – lohnt es sich, offene Kamine und alte Öfen gegen moderne Pellet- oder Scheitholzöfen mit Wasseranschluss auszutauschen. Dabei kann bis zu einem Drittel des Brennstoffbedarfes eingespart und zugleich die Zentralheizung unterstützt werden. Im Gegensatz zu handbeschickten Scheitholzfeuerungen punkten Pelletöfen zusätzlich mit ihrer Bedienfreundlichkeit: Über die Verbrennungsluftzufuhr sowie eine dosierbare Brennstoffzufuhr wird die Wärmeleistung geregelt. Das regelmäßige Nachlegen von Feuerholz erübrigt sich durch den Vorratsbehälter.

Wer nicht auf seinen offenen Kamin verzichten möchte, sollte zugunsten einer gesunden Raumluft sowie eines geringen Brennholzbedarfs auf das richtige Anfeuern achten. Tipps und Tricks gibt es beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) sowie bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Mehr über Pelletöfen
Mehr über Scheitholzöfen

Die Förderung

Mit dem Ziel, die zukunftsfähige und klimafreundliche Versorgung mit erneuerbarer Wärme weiter auszubauen, fördern der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die Installation von effizienten und emissionsarmen Heizanlagen. Im Bereich der Einzelraumfeuerstätten werden im Moment ausschließlich Pelletöfen mit Wassertasche gefördert.

Zur Förderübersicht für Pelletöfen

Marktanreizprogramm (MAP)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Pelletöfen mit Wassertasche  (d. h. der Ofen kann an das vorhandene Heizsystem angeschlossen werden)

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Betriebe, Genossenschaften, Contractoren, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände, gemeinnützige Organisationen

Unter welchen Bedingungen?

Anschaffung eines effizienten Pelletsofens mit Wassertasche mit mindestens 5 kW und maximal 100 kW Nennwärmeleistung sowie geräteseitiger Einhaltung von Grenzwerten bei Kohlenmonoxid und Staubemissionen

Umfang der Förderung?

Die Basisförderung (nur Gebäudebestand!) beträgt 80 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 2.000 Euro je Anlage. Darüber hinaus kann die Innovationsförderung in Anspruch genommen werden, sofern ein separater Partikelabscheider mit errichtet oder nachgerüstet wird. Eine Zusatzförderung kann beantragt werden für eine Kombination mit Solarkollektoranlage und Wärmepumpe, für den Anschluss an ein Wärmenetz, für besonders energieeffiziente Gebäude im Bestand und/oder Optimierungsmaßnahmen an der Heizungsanlage. Im Neubau sind die Innovationsförderung sowie der Kombinationsbonus relevant.

Wichtig!

Nicht förderfähig: offene Kamine, Scheitholzöfen, luftgeführte Pelletöfen (Warmluftgeräte) sowie Pelletöfen, die die Anforderungen an Effizienz und Emissionen nicht einhalten. Das BAFA listet auf seiner Internetseite förderfähige Anlagen. Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt werden!

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Antragstellung bei

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Mehr

Was wird gefördert?

Pelletöfen mit Wassertasche bei Ersatz einer alten Feuerstätte

Wer kann Antrag stellen?

Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Betriebe, Genossenschaften, Contractoren, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände, gemeinnützige Organisationen

Unter welchen Bedingungen?

Ersatz einer besonders ineffizienten Heizungsanlage durch eine moderne Biomassefeuerungsanlage. Die Bewilligung eines Investitionszuschusses nach dem MAP ist Voraussetzung, daher sind nur Pelletöfen mit Wassertasche mit einer Nennwärmeleistung zwischen 5 und bis 100 kW förderfähig. Weitere Voraussetzung: Die gesamte Heizungsanlage muss optimiert werden (Bestandsaufnahme, hydraulischer Abgleich, Optimierung).

Umfang der Förderung?

Bei Ersatz einer alten Heizungsanlage ist ein Zuschuss möglich in Höhe von 20 % des bewilligten MAP-Gesamtförderbetrags (ohne Zusatzförderung für Optimierungsmaßnahmen, dem sog. „Optimierungsbonus“). Darüber hinaus wird ein Investitionszuschuss von 600 Euro für die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am Heizungssystem gewährt. Alternativ kann für die letztgenannten Maßnahmen auch der Optimierungsbonus von 10 % der Nettoinvestitionskosten im Rahmen des MAP beantragt werden.

Wichtig!

Nicht förderfähig: Neuerrichtung einer Heizanlage, Ersatz einer mit Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie betriebenen Altanlage; Förderung im Falle der gesetzlichen Austauschpflicht nach  §10 der Energieeinsparverordnung (EnEV). Der Optimierungsbonus nach MAP ist nicht kumulierbar mit der APEE-Förderung!

progres.NRW

Antragstellung bei

Bezirksregierung Arnsberg Mehr

Was wird gefördert?

Pelletöfen mit Wassertasche in Kombination mit einer Solarthermieanlage

Wer kann Antrag stellen?

Mit Sitz in NRW: Privatpersonen, freiberuflich Tätige, Unternehmen, Gemeinden als Träger von Einrichtungen ohne wirtschaftliche Tätigkeit

Unter welchen Bedingungen?

Anschaffung eines wassergeführten Pelletofens, welcher in Kombination mit einer thermischen Solaranlage (min. 5 m²) als Hauptheizung dient sowie mit einem ausreichend großen Pufferspeicher (min. 30 Liter pro kW) ausgestattet ist. Die Anlage muss in der Liste des BAFA aufgeführt sein. Die fachgerechte Montage ist durch eine Fachunternehmerbescheinigung nachzuweisen.

Umfang der Förderung?

Pelletöfen mit Wassertasche werden mit einem fixen Betrag von 750 Euro vom Land bezuschusst. Zusätzlich 250 Euro für die Installation eines Partikelabscheiders.

Wichtig!

Die Förderung ist mit der MAP-Förderung kombinierbar! Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt und der Bescheid abgewatet werden!

Beispielrechnung

Pelletofen mit Wassertasche (7 kW) mit Pufferspeicher (mind. 30 l/kW) und angeschlossener Solarthermieanlage (9 m²) im Gebäudebestand mit 90 m2 beheizter Fläche mitsamt Optimierung des Wärmeverteilsystems.

Marktanreizprogramm (MAP)

Basisförderung von Pelletofen mit Wassertasche: mindestens 2.000 € oder 80 €/kW

2.000 EUR

Förderung der Solarthermieanlage: mindestens 2.000 € oder 140 €/m2

2.000 EUR

Kombinationsbonus: Biomasse- und Solarthermieanlage pauschal 500 €

500 EUR

Summe MAP-Förderung
4.500 EUR

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Förderung Pelletofen inkl. Solarthermie und Pufferspeicher: 20 % der MAP-Basisförderung

900 EUR

Optimierungsbonus: pauschal 600 € APEE-Förderung

600 EUR

Summe APEE-Förderung
1.500 EUR

progres.nrw

Förderung Pelletofen und Pufferspeicher

750 EUR

Förderung Solarthermie:  90 €/m2

810 EUR

Summe progres.nrw-Förderung
1.560 EUR

Gesamtfördersumme

7.560 EUR

Mehr über Förderung und Zuschüsse

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