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In der Wärme zu Hause sein.

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Ein Energie-Experte teilt seine Erfahrungen

Der Heizungskeller der Schnatbaum-Laumanns

Herr Dipl.-Ing. Lars Schnatbaum-Laumann, Energie-Experte bei der Energie.Agentur.NRW, entschied sich, den Neubau seines 3-Familien-Hauses in Erftstadt mit einer Holzpellet-Heizanlage auszustatten. Fehlende Erdgasleitungen und der Wunsch nach geräuschloser und nachhaltiger Wärme aus erneuerbaren Energien waren der Hauptgrund für die Investition in diese Heiztechnik.

In einem persönlichen Interview erläuterte er uns seine Erfahrungen mit dem Brennstoff Holzpellets und gibt Tipps zur Anschaffung einer Anlage.  

Aktion Holzpellets NRW:
Herr Schnatbaum-Laumann, weshalb haben Sie sich für Holzpellets als Brennstoff entschieden?

SCH-L:
Holzpellets sind bei uns der einzige auch im Winterhalbjahr nutzbare erneuerbare Energieträger. Erftstadt liegt im Bereich der Grundwasserabsenkung durch den Braunkohletagbau Garzweiler. Unser Grundwasserspiegel ist derzeit bei -100 Meter, sodass eine Erdwärmepumpe für unseren Bau erst gar nicht in Betracht kam. Luftwärmepumpen sind aus meiner Sicht nicht besonders effizient, aber in unserem Neubaugebiet bei den Nachbarn recht verbreitet. Dies führt insbesondere in der Winterzeit zu einem munteren Brummen in der Siedlung. Aufgrund der Warmwasseraufbereitung melden die Pumpen sich aber auch im Sommer relativ häufig, besonders früh morgens und abends, wenn geduscht oder gebadet wird. Über Hackschnitzel und Scheitholz haben wir uns auch informiert. Die automatische Förderung ist jedoch schwierig. Mit 10 kW Leistung haben wir ja eine eher kleine Anlage, das Gewebesilo hat sieben Tonnen Inhalt. Da lohnt es sich nicht, eine Hackschnitzelförderanlage einzubauen. Beim Thema Scheitholz war uns schnell klar, dass aufgrund des KfW40 Standards die benötigte Wärmemenge in den Räumen zu niedrig ist, d.h. mit Kaminöfen oder ähnlichem in den einzelnen Etagen hätte man kurzzeitig einen enormen Wärmeinput, der die Raumtemperatur so hoch treibt, dass man die Fenster öffnen muss und buchstäblich zum offenen Fenster hinaus heizt. Die Pelletheizung ist in unserem Fall die nachhaltigste und komfortabelste Wahl gewesen.

Aktion Holzpellets NRW:
Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Ihrer Pelletheizung gemacht?

SCH-L:
Ich bin sehr zufrieden. Die Heizung läuft einwandfrei. Wir haben mit 6 Bewohnern und 320m² Wohnfläche im ersten Jahr ca. 4 to. Pellets verbraucht und geschätzte 20-30 Kilogramm Asche produziert. Das passt in einen Blecheimer. Also vom Volumen etwa 100 Liter, die in der grünen Tonne entsorgt wurden. Leider war der Garten noch nicht angelegt, denn mit Asche lässt sich ja bekanntlich auch gut düngen. Technische Probleme gab es keine und auch in den -10°C Nächten des letzten Winters war das Haus kuschelig warm und immer genug Heißwasser in unserem 1.200 Liter Speicher vorhanden.

Aktion Holzpellets NRW:
Was schätzen Sie, nach wie vielen Jahren rechnet sich die Anlage?

SCH-L:
Das hängt natürlich ganz entscheidend von den zukünftigen Betriebskosten der möglichen Alternativen ab. Ohne einen Preis für das Klimagift CO2 rechnet sich eine regenerative Heizung womöglich nie. Einen Amortisationsplan haben wir jedoch nicht gemacht. Hintergrund ist, dass in unserem Neubaugebiet keine Erdgasleitungen gelegt wurden. Die für uns einzige Alternative zu Holzpellets fiel also von vornherein aus. Das hat mich zunächst sehr überrascht. Die Straßen waren offen. Der Versorger hätte die Rohre einfach nur in die Gräben legen müssen. Da wären außer den Rohren keine Kosten entstanden. Die fanden aber wohl, dass der Energiebedarf in den Neubaugebieten so niedrig ist, dass es sich für sie nicht lohnen würde. Da wir andere fossile Brennstoffe und Wärmepumpen ausgeschlossen hatten, blieb einzig und allein die Pelletheizung übrig. Deshalb habe ich mir eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gespart. Auf dem Markt habe ich mich informiert, welche Fabrikate die Brennersysteme mit dem höchsten Zuspruch waren. Schlussendlich habe ich mich für einen Kessel von Paradigma entschieden, weil dort das Heizsystem bestehend aus Pelletkessel, Solarkollektoren und Speicher aus einer Hand kommt und die komplexe Steuerung der Anlage auf die Komponenten abgestimmt ist. Außerdem sind die netten, bunten Touch-Pads der Paradigma-Steuerung schon ein echter Hingucker im Heizungskeller.
Im Endeffekt war nicht der Preis entscheidend, sondern die technische Funktionalität - und ein bisschen Begeisterung für die Technik war auch mit dabei.

Aktion Holzpellets NRW:
Haben Sie staatliche Förderung z.B. durch das Marktanreizprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, progres.nrw oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau erhalten? Wenn ja, welche?

SCH-L:
Wir haben für die Heizung sowohl die BAFA-Förderung als auch die progres.NRW-Förderung in Anspruch genommen.

Aktion Holzpellets NRW:
Wie bewerten Sie die Prozesse zur Erlangung der Fördergelder?

SCH-L:
Der Aufwand zum Erhalt der Förderungen ist relativ aufwendig und durchaus zeit- und arbeitsintensiv. Verständlich, da es sich um hohe Fördersummen handelt, die sich Nichtberechtigte sonst leicht heranziehen könnten. Leider muss man sich mit diesen aufwendigen Prozessen zu Zeitpunkten beschäftigen, zu denen man als Bauherr auch mit vielen anderen Dingen ausgelastet ist.

Aktion Holzpellets NRW:
Was würden Sie denjenigen raten, die sich eine Holzpelletheizung anschaffen wollen?

SCH-L:
Unbedingt einen erfahrenen Installateur nehmen. Das betrifft allerdings die gesamte Haustechnik. Es macht keinen Sinn, diese komplexen Systeme mit einem oder womöglich mehreren x-beliebigen Unternehmen zu planen und zu bauen. Fehler in der Planung und Ausführung können im Nachhinein viel Ärger und Kosten verursachen. Man sollte sich lieber mit 2-3 Firmen unterhalten, in deren Betrieb die Fachleute persönlich kennen lernen und das Projekt mit Ihnen durchsprechen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wer Ahnung von der komplexen Technik hat. Hier rückt der Faktor Preis eindeutig hinter den Faktor Qualität. Ich glaube, dass gerade im Bereich Haustechnik entscheidend ist, dass die ausführenden Unternehmen und Handwerker gut organisiert sind und gut planen können. Wir hatten einer Haustechnikfirma den Auftrag für Heizung, Wasser und Elektroinstallationen erteilt. Die notwendigen Absprachen zwischen diesen Gewerken waren auf der Baustelle damit kein Problem. Die Handwerker haben sich untereinander abgestimmt und in allen Bereichen Hand in Hand gearbeitet. Auf eine zeichnerische Detailplanung haben wir verzichtet. Für unsere Art zu bauen war das optimal. Auf der Baustelle gab es wenig Leerlauf. Das Installateur-Unternehmen habe ich gefunden, indem ich in der näheren Umgebung recherchiert habe, welche Unternehmen auf Paradigma-Anlagen spezialisiert sind. Es war eine gute Entscheidung.

Vielen Dank, Herr Schnatbaum-Laumann!

Verbandspartner

  • Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen

  • Verbraucherzentrale NRW e.V.

    Die Verbraucherzentrale NRW berät flächendeckend seit über 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen rund um das Thema Energie: unabhängig, kompetent und kostengünstig.

  • Holzcluster Bergisches Land

  • Bergisches Energiekompetenzzentrum (BEKZ)

  • Waldinformationszentrum Hammerhof

  • Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

    Unter Leitung von Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart

  • Fachverband SHK NRW

    Der Arbeitgeberverband repräsentiert die Berufsgruppen Installateur und Heizungsbauer, Klempner, Ofen- u. Luftheizungsbauer, Behälter- und Apparatebauer.

  • Informations- und Demonstrationszentrum Erneuerbare Energien e.V. (I.D.E.E. e.V)

    Das Informations- und Demonstrationszentrum Erneuerbare Energien ist zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zum Einsatz von Pelletheizsystemen.

  • Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks NRW

    Der überregionale Verband vertritt zurzeit 1509 Bezirksschornsteinfegermeister in NRW.

  • Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV)

    Der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Pelletbranche.

  • Deutsches Pelletinstitut GmbH

    Das Deutsche Pelletinstitut bündelt die Bereiche Kommunikation, Information, PR und Marketing rund um das Thema Heizen mit Holzpellets.

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