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In der Wärme zu Hause sein.

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Liegt das Zentrum Energiewende etwa im Keller der Peripherie?

Karin und Andreas Reker vor Ihrem Haus

Installateur Andreas Stemberg, RW-Klimaminister Johannes Remmel und Familie Reker

Zum Anlass der 25.000 Holzpelletheizung berreicht NRW-Klimaminister Johannes Remmel drei Tonnen Holzpellets

Familie Reker aus Schloß Holte-Stukenbrock heizt mit Pellets

Schloss Holte-Stukenbrock liegt ungefähr dort, wo man den Nabel der Welt – und auch der Region – nie ernsthaft suchen würde. Nachvollziehbar. Aber das muss ja nicht schlimm sein. Im Gegenteil! Die Peripherie ist manchmal eine begünstigte Lage. Das beweist Familie Reker. Sie hat die insgesamt 25.000. Holzpelletsheizung in NRW im Keller stehen. Ein „peripherer Blick“, der sich lohnt!

Man sagt, das Zentrum eines Orkans sei so ziemlich ein ruhiges Fleckchen. Kein Windhauch, kein Sturm. Ganz anders verhält es sich mit allen anderen Zentren. Den Zentren des gesellschaftlichen Lebens zum Beispiel. Oder Wirtschaftszentren. Oder kulturellen Zentren. Oder den Zentren der Energiewende. In diesen Zentren ist immer doll was los, ein riesiges Tohuwabohu, bisweilen eine mysteriöse Hysterie. Aktuell geht es also um smart Metering, intelligente Netze, Hybride, viel Physik und noch mehr Technik – und gigantische (unübersehbare) Summen. Und Hauptsache man ist mit irgendwas der Erste oder hat das Größte.

Im Wohnzimmer von Familie Reker scheint dagegen noch immer Ruhe die erste Bürgerpflicht zu sein. Die Stube ist rustikal, Holz sogar an der Decke. Es ist inzwischen Juni und auf dem Sideboard steht noch ein lila Schoko-Osterhase (Haltbarkeitsdatum: August 2014). Bei Familie Reker werden Verfallsdaten (besser: Mindesthaltbarkeitsdaten!) etwas anders interpretiert oder sie sind in ihrer Gültigkeit gleich ganz aufgehoben. Oder es ist ein Biotop für alles vermeintlich Unzeitgemäße. Und deshalb verlieren Dinge ihren Wert garantiert nicht durch wechselnde Moden. Das gilt auch für das Telefon, es ist dunkelgrünes Plastik und hat sogar noch eine Wählscheibe. „Aus den 70-er Jahren“, gibt Andreas Reker, seines Zeichens Maschinenbauingenieur, Ehemann und Vater von zwei Kindern, unumwunden zu. Warum auch nicht? Funktioniert ja noch. 

Das könnte alles erst einmal als kurios, vielleicht sogar als hillbilly, als hinterwäldlerisch – bestenfalls als Banalität abgetan werden. Ist es aber alles nicht, Spott wäre nirgendwo so fehl am Platze wie hier! Die unangenehmen Zeichen der Zeit haben hier nämlich keine Chance. Keine falschen Eitelkeiten, kein Marmor-Furnier, keine überzogenen Ansprüche, keine Hybris. Und so unspektakulär soll Zukunft aussehen? Jedenfalls, wenn es nach Johannes Remmel, dem nordrhein-westfälischen Klimaschutzminister, geht. Remmel besuchte die Familie im Rahmen seiner Zukunftsenergientour, bei der er Orte und Projekte aufsucht, die für die künftige Energieversorgung, für die Energieversorgung nach der Energiewende stehen.

Pelletheizung heißt der Anlass! Die technischen Daten, die gerne als Maßstab für die vollbrachte Innovationsleistung bemüht werden, lassen sich wie folgt abhaken: 15 kW Leistung für 140 Quadratmeter Wohnfläche, ein Bunker mit ein Bisschen Schräge, er bietet Platz für rund sechs Tonnen Pellets, das reicht für ein Jahr. Die Transportschnecke stammt vom Kesselhersteller, alles andere Drumherum (Wandverkleidung, Schrägen, Lager) ist Marke Eigenbau. Zur Krönung auf dem Dach eine solarthermische Anlage. Neben den 2.500 Euro aus dem Landesprogramm progres.nrw gab es zusätzlich 2.900 Euro Fördermittel von der BAFA (Bundesanstalt für Ausfuhrkontrolle). Gesamtkosten der Heizung: rund 30.000 Euro. Keine Frage, es gibt sicherlich Zahlen und Daten, die mehr Eindruck machen.

Aber die technischen Daten sind technische Daten – und für Andreas Reker und seine Frau Karin vielleicht sogar unwesentlich. Fragt man nach den Gründen, sich für eine Pelletheizung entschieden zu haben, dann sagen sie „Och!“ Und das klingt so, als müssten sie erst einmal überlegen. Dabei kennen sie die Vorteile von Pellets ganz genau: Es ist nämlich bereits ihre zweite Pelletheizung. „Bevor wir das elterliche Haus übernommen haben, haben wir schon in einem Haus mit Pelletheizung gewohnt“, so der 47-jährige Reker. Da ist die regionale Verfügbarkeit, der vergleichsweise stabile Preis und – natürlich – die CO2-Bilanz. Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit – das wünscht sich selbst die Bundesregierung für den Energieträger der Zukunft. „Und Pellets stinken nicht. Sie riechen einfach angenehm nach Holz“, so Reker. Den Duft gibt es dann sozusagen als Goodie obendrauf.

Anfang anno ’14 fiel die Entscheidung für Pellets im neuen Haus. Kurzzeitig war auch die Wärmepumpe eine Option, aber nein, es wurden doch wieder Pellets. Beim alten Öl-Kessel versagte der Brenner, die Untere Wasserbehörde verlangte einen neuen Nachweis und die nächste Tankfüllung hätte 4.000 Euro kosten sollen. Da bot sich der Austausch der Heizung an. Selbstredend ließe sich jetzt nörgeln. Zum Beispiel ist das Haus aus den 70-er Jahren, die Gebäudehülle noch ursprünglich. Wäre es da nicht vernünftig gewesen, erst die Wände und Geschossdecken zu dämmen und die Fenster auszutauschen – und erst dann die Heizung (dem viel niedrigeren Heizwärmebedarf angepasst) zu wählen? Rekers haben eine andere Vernunft, sie haben die theoretische Vernunft der Lehrbücher gegen eine sehr praktische Vernunft ersetzt. Alles wird gemacht, sobald es möglich ist. Und die Möglichkeit richtet sich nicht nach der technischen Machbarkeit. Oder der Belastbarkeit des Girokontos. „Ich muss es mir leisten können. Und ich will keine schlaflosen Nächte haben. Und es muss die Notwendigkeit bestehen“, erklärt er so besonnen klarsichtig, wie es nur abseits von Tohuwabohu und Hysterie möglich ist. Es gibt halt auch einen Preis, der misst sich nicht in Euro und Cent sondern zum Beispiel im Befinden. Oder in Lebensqualität. Und der Preis ist hoch, die Fachwelt bezeichnet ihn als „Hemmnis bei der Umsetzung von Effizienzprojekten“ und rätselt allenthalben noch, wie sich dieser Preis zusammensetzt.

Aus der Lebenswirklichkeit der Familie Reker erscheint jede Theorie zum Beispiel von Dämmstoffstärken jedenfalls wie ein Dogma, irgendwie nicht tauglich für die Praxis und wie aus einer (realitäts-)fernen Welt. Deshalb kam erst Heizung – und die Dämmung kommt dann im nächsten Schritt. Das Ergebnis macht einen vernünftigen Eindruck, es erreicht zwar nicht das theoretische Optimum, aber es wird allemal eine deutliche Effizienzsteigerung sein.

Klar ist: Familie Rekers legt sichtlich keinen Wert auf einen schönen Schein. Inszenierung können sie gar nicht. Die Familie lebt sozusagen einen unspektakulären Aspekt der Energiewende. Ihr Motto könnte lauten: „Solange es funktioniert...“ Damit ist Familie Reker eine lebendige Antithese zum „Größer-ist-besser“ oder des „So-viel-wie-möglich“. Im akademischen Jargon verklausuliert nennt sich das Suffizienz und ist eine wichtige Säule der nachhaltigen Entwicklung. Und Rekers widerlegen ganz nebenbei scheinbar die Theorie von den Verhältnissen zwischen Zentren und der Peripherie, wonach alle Entwicklung vom Zentrum ausgeht und irgendwann auch die Randgebiete erreicht. „Projekte“ wie Familie Reker revolutionieren sozusagen die Theorie-Apotheke der Welterklärer. Nicht nur das Ergebnis der Energiewende wird eine dezentrale Energieversorgung sein, bereits die Energiewende an sich vollzieht sich dezentral. Es sei denn! Ja, es sei denn, das „Auge des Orkans“, das eigentliche Zentrum der Energiewende liegt tatsächlich im Keller der Familie Reker in Schloss Holte-Stukenbrock.

Verbandspartner

  • Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen

  • Verbraucherzentrale NRW e.V.

    Die Verbraucherzentrale NRW berät flächendeckend seit über 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen rund um das Thema Energie: unabhängig, kompetent und kostengünstig.

  • Holzcluster Bergisches Land

  • Bergisches Energiekompetenzzentrum (BEKZ)

  • Waldinformationszentrum Hammerhof

  • Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

    Unter Leitung von Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart

  • Fachverband SHK NRW

    Der Arbeitgeberverband repräsentiert die Berufsgruppen Installateur und Heizungsbauer, Klempner, Ofen- u. Luftheizungsbauer, Behälter- und Apparatebauer.

  • Informations- und Demonstrationszentrum Erneuerbare Energien e.V. (I.D.E.E. e.V)

    Das Informations- und Demonstrationszentrum Erneuerbare Energien ist zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zum Einsatz von Pelletheizsystemen.

  • Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks NRW

    Der überregionale Verband vertritt zurzeit 1509 Bezirksschornsteinfegermeister in NRW.

  • Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV)

    Der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Pelletbranche.

  • Deutsches Pelletinstitut GmbH

    Das Deutsche Pelletinstitut bündelt die Bereiche Kommunikation, Information, PR und Marketing rund um das Thema Heizen mit Holzpellets.

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