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In der Wärme zu Hause sein.

Holzpellet Plus Hier finden Sie mehr Informationen zu Holzpellets.

Presseinformation

Ort und Datum:Düsseldorf, 2013
Ansprechpartner: Uwe H. Burghardt
Tel. (0211) 86642 -13
burghardt@energieagentur.de

 

Holzpellets - Heizen mit gutem Gefühl

Der weltweit wachsende Energiebedarf, die Verknappung der fossilen Energieträger und die extrem steigenden Preise für Öl und Gas erfordern einen Wandel in der Energieversorgung. Auch die erheblichen Transportrisiken lassen gerade die Nutzung von Öl nicht mehr zeitgemäß erscheinen. Durch die aktuellen Entwicklungen in geopolitisch bedeutsamen aber instabilen Regionen wächst zudem die Sorge um die Gewährleistung einer dauerhaften Versorgungs-sicherheit.

Eine alternative Energiequelle ist die energetische Nutzung von heimischer Biomasse. Gerade der traditionsreiche Brennstoff Holz erlebt als umweltfreundlicher und CO2-neutraler Energieträger eine wahre Renaissance und gewinnt in seiner modernen Form als Holzpellet zunehmend an Bedeutung. Doch was hierzulande vor wenigen Jahren nur in Expertenkreisen bekannt war, ist keineswegs neu: In den USA und Kanada werden Holzpellets als Heizmaterial bereits seit den frühen 80-er Jahren genutzt. Ein Jahrzehnt später drängten die kleinen Energiebündel auch auf die Märkte der skandinavischen Länder, in denen mittlerweile ein erheblicher Anteil der Energieversorgung durch nachwachsende Rohstoffe gewährleistet werden kann.

Vor einigen Jahren hielt der innovative Brennstoff auch auf dem deutschen Markt Einzug und erfreut sich seitdem zunehmender Beliebtheit. Mit der komfortablen Verbrennungstechnik wurden Holzpellets gerade für den Endverbraucher zu einer echten Alternative. Doch der Einsatz von Holzpelletheizungen lohnt sich nicht nur in Einfamilienhäusern. Es zeichnet sich ein steigendes Interesse in größeren Leistungsbereichen wie z.B. Mehrfamilienhäusern, kommunale Einrichtungen und Gewerbebetriebe ab.

Bei dem Einsatz von Holzpellets verbinden sich High-Tech und Komfort mit der Möglichkeit, aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Darüber hinaus erfüllen die kleinen Presslinge alle Eigenschaften, die man von einem modernen Brennstoff erwartet: komfortabel, wirtschaftlich, umweltfreundlich und krisensicher.

Regionale Ressourcennutzung

Sägemehl und Hobelspäne sind der Rohstoff aus dem die Pellets hergestellt werden. Hierbei handelt es sich zurzeit fast ausschließlich um Nebenprodukte aus der Holz verarbeitenden Industrie.

Die zylindrischen Stäbchen werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck gepresst und haben einen Durchmesser von in der Regel 6 oder 8 mm bei einer Länge von 20 bis 40 mm. Der holzeigene Binde- und Klebstoff Lignin macht die Pellets formstabil und beständig. Mit dem hohen Energiegehalt von 5 kWh/kg entspricht der Heizwert von einem Kilogramm Holzpellets dem Energiegehalt von einem halben Liter Heizöl. Im Jahr 2012 wurden bundesweit ca. 2 Millionen Tonnen Holzpellets an über 60 Standorten produziert. 

Ausgereifte Technik

Auf dem Markt sind verschiedene Heizungssysteme erhältlich, die sich vor allem hinsichtlich ihrer Leistung und ihres Bedienkomforts unterscheiden:

Einzelöfen sind für die Aufstellung in Wohnräumen konzipiert. Durch ihr attraktives Design sowie die vielfältige Farb- und Materialauswahl können sie passend zum individuellen Einrichtungsstil der Wohnung ausgewählt werden. Angeboten werden sie im Leistungsbereich von 5-15 kW.

Diese Einzelöfen besitzen einen vom Brennraum abgetrennten Vorratsbehälter, der in regelmäßigen Abständen von Hand befüllt werden muss. Der Behälter ist so ausgelegt, dass der Vorrat abhängig vom Heizbedarf für eine Brenndauer zwischen 24 und 100 Stunden ausreicht. Auch eine Befüllung während des Heizbetriebes ist gefahrlos möglich.

Wohnraumöfen mit Wassertaschen können durch den Anschluss an ein Heizsystem auch zu Zentralheizungsanlagen erweitert werden. Dieses eignet sich als komplettes Heizsystem jedoch nur für die Beheizung von Wohnungen mit geringem Wärmebedarf (Niedrigenergiehaus, Passivhaus). Da ein Teil der erzeugten Wärme als Raumwärme abgegeben wird, ist für die Brauchwassererwärmung im Sommer auf jeden Fall eine Kombination mit einem anderen Heizsystem vorzusehen, z.B. mit einer Solaranlage.

Zentralheizungsanlagen werden wie Öl- oder Gasheizungen im Heizraum eines Gebäudes installiert. Im Handel werden halb- und vollautomatische Systeme angeboten, die sich lediglich im Arbeitsaufwand bei der Befüllung ihres Vorratsbehälters bzw. des Lagerraums unterscheiden. Halbautomatische Anlagen besitzen einen größeren Vorratsbehälter und werden wie Einzelöfen von Hand befüllt. Der Vorratsbehälter sollte daher ein Volumen von mindestens 400 Litern bzw. 260 kg Pellets aufweisen.

Den wesentlich größeren Marktanteil machen jedoch die vollautomatischen Zentralheizungen aus, bei denen die manuelle Beschickung ganz entfällt. Hier werden die Pellets automatisch aus dem Lagerraum in den Brennraum transportiert.

Vollautomatische Pelletheizungsanlagen weisen daher einen nahezu vergleichbaren Bedienkomfort wie eine Ölheizung auf. Lediglich der Aschekasten muss ca. 2-4 Mal jährlich entleert werden. Die Asche kann problemlos über den Hausmüll entsorgt werden.

Um eine optimale Wärmeversorgung zu gewährleisten ist bei der Wahl des Kessels zu beachten, dass die Nennleistung an den Wärmebedarf des Hauses angepasst wird. Dies erfordert eine Wärmebedarfsberechnung, die von einem Energieberater oder einem Heizungsinstallateur ausgeführt werden kann.

Alle Heizsysteme können mit einer Solaranlage kombiniert werden, was eine weitere Senkung des Brennstoffbedarfs ermöglicht. Die Deckung des Wärmebedarfs kann dann in den Sommermonaten vorwiegend durch die Solaranlage erfolgen.

Lagerung, Transport und Zertifizierung

Holzpellets sind entweder lose für die Befeuerung von Zentralheizungen oder als Sackware für die manuelle Befüllung von Einzelöfen erhältlich.

Für die Lagerung loser Ware bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, die eine optimale Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten ermöglichen. So können die Pellets beispielsweise in einem an den Heizungsraum angrenzenden Lagerraum untergebracht werden. Sie werden dann mittels Förderschnecke oder einer Saugaustragung zum Brenner befördert. Mit letzterer lassen sich außerdem Distanzen von bis zu 20 Metern überbrücken, was eine Lagerung in Erdtanks außerhalb des Gebäudes ermöglicht. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Pellets in industriell gefertigten Silos aus Metall oder Gewebe entweder im Keller oder überdacht außerhalb des Hauses zu lagern.

Die Lieferung loser Pellets erfolgt ähnlich wie bei einer Ölheizung mit einem speziellen Silofahrzeug, aus welchem die Pellets staubfrei und sauber in den Lagerraum eingeblasen werden. Durchschnittlich 3 bis 5 Tonnen reichen aus, um ein Einfamilienhaus ein Jahr lang beheizen zu können. Der Preis variiert hier je nach Saison, Anbieter und Abnahmemenge zwischen 190 und 250 € pro Tonne.

Die Qualität von Holzpellets ist europaweit einheitlich. Die Europäischen Norm für Holzpellets (EN 14961-2) hat 2011 die bisherigen nationalen Normen abgelöst. Damit werden Holzpellets europaweit als erster Biomassebrennstoff nach EU-Norm hergestellt. Vorher wurden in Deutschland die Qualitätsanforderungen für den Brennstoff Holzpellets in der DIN 51731 festgelegt. Die europäische Norm unterscheidet die Qualitätsklassen A1 und A2 sowie B. Diese Klassen unterscheiden sich vor allem in den einsetzbaren Rohstoffen und den damit einhergehenden unterschiedlichen Verbrennungseigenschaften. Der Pelletkessel im heimischen Keller wird künftig mit A1-Pellets beschickt. Sie weisen die strengsten Werte auf. Als Orientierungshilfe für eine hochwertige Holzpelletqualität gibt es die Siegel „DINplus“ und „ENplus“. Auf der Basis der Europäischen Norm hat das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) gemeinsam mit dem Deutschen Biomasse-Forschungs-Zentrum (DBFZ) das neue Zertifizierungssystem „ENplus“ entwickelt. Neben der gleichbleibend hohen Produktqualität des Brennstoffs Holzpellets wird durch die Zertifizierung „ENplus“ die gesamte Prozesskette –Herstellung, Lagerung und Transport – berücksichtigt. So kann die Brennstoffqualität entlang der Bereitstellungskette rückverfolgt werden und sorgt für mehr Transparenz beim Brennstoffhandel und in der Qualitätssicherung.

Die Qualität von Holzpellets hat auch die Stiftung Warentest  im Jahr 2009 untersucht. Die Produkte aller zehn Hersteller wurden mit dem Gesamturteil „gut“ bewertet.

Weitere Informationen:

Die Broschüre "Holzpellets" und der "Marktführer Holzpellets NRW" der EnergieAgentur.NRW stehen online zum Download bereit oder sind kostenfrei telefonisch und per Fax erhältlich.

Isabel Dörr
Aktion Holzpellets der EnergieAgentur.NRW
Roßstr. 92, 40476 Düsseldorf
Tel.: (02 11) 8 66 42 – 298; Fax: (02 11) 8 66 42 - 22
Mail: info@aktion-holzpellets.de

Internet: www.aktion-holzpellets.de und www.energieagentur.nrw.de

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