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Die energetische Nutzung von Holz ist per Definition CO2-neutral: Denn es fällt bei der Verbrennung nur soviel CO2 an, wie der Baum während seiner Wachstumsphase gebunden hat.
Die energetische Nutzung von Holz ist per Definition CO2-neutral: Denn es fällt bei der Verbrennung nur soviel CO2 an, wie der Baum während seiner Wachstumsphase gebunden hat.

Emissionen moderner Holzfeuerungen

Holzfeuerungen haben den Ruf, einen Beitrag zur Minderung der CO2-Emissionen und somit zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig gelten sie neben dem Verkehr als eine der Hauptursachen für die Feinstaubbelastung hierzulande. Wohl oder Wehe – die Bilanz fällt je nach Anlagengröße und Brennstoff unterschiedlich aus: Automatisch beschickte Feuerungsanlagen zeichnen sich – insbesondere bei zunehmender Anlagengröße und beim Einsatz genormter Holzbrennstoffe wie Pellets – durch sehr geringen Ausstoß an CO2, Staub und CO. aus und tragen dank des nachhaltig verfügbaren, regionalen Brennstoffs Holz ganz klar zum Klimaschutz bei. Ältere Einzelraumfeuerungen hingegen, darunter vor allem offene Kamine verbrauchen viel Brennstoff und weisen schlechte Emissionswerte auf. Die Aktion Holz+Pellets empfiehlt, diese Anlagen gegen moderne, effiziente Einzelraumöfen auszutauschen – für Komfort und Klimaschutz. 

Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen

Wenn von Emissionen die Rede ist, geht es grundsätzlich um den Ausstoß von Teilchen, Schadstoffen oder Wellen in die Umwelt. Im Fokus stehen besonders Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Umwelteinwirkungen, die durch Anlagen hervorgerufen werden. Das zentrale Regelwerk, das auf nationaler Ebene zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliches etabliert wurde, ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) mit den daraus abgeleiteten Rechtsverordnungen (BImSchV).

CO2-Emissionen

Die energetische Nutzung von Holz ist per Definition CO2-neutral: Es fällt bei der Verbrennung nur soviel CO2 an, wie der Baum während seiner Wachstumsphase gebunden hat. Bei der Aufbereitung und dem Transport des Brennstoffs fällt natürlich auch CO2 an. Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen ist die emittierte Gesamtmenge an CO2 bei Holzbrennstoffen allerdings sehr gering. Für ein Einfamilienhaus hat das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, der Universität Stuttgart (IER) über den gesamten Produktlebenszyklus eines Pelletofens mit Wassertasche oder einer Pelletzentralheizung etwa 440 kg CO2-Äquivalente (CO2-eq) pro Jahr errechnet. Eine Heizöl- oder Erdgasheizung mit Brennwerttechnik und Solarthermie würde hingegen jährlich rund 4.240 beziehungsweise 3.270 kg CO2-eq verursachen.

CO, Staub und weitere Emissionen

Bei einer unvollständigen Verbrennung von Holz entstehen Kohlenmonoxid (CO), Staub sowie flüchtige organische Verbindungen wie Methan etc. Die Einhaltung der Grenzwerte für CO und Staub werden bei Einzelraumfeuerungen geprüft, bevor der Gerätetyp auf den Markt kommt. Bei Heizkesseln überwacht der Schornsteinfeger alle zwei Jahre die Einhaltung der Vorgaben. Eine hohe Verbrennungstemperatur, ein gutes Verhältnis zwischen brennbaren Gasen und der Verbrennungsluft sowie eine angemessene Verweilzeit in der heißen Zone der Feuerungsanlage reduziert die Emissionen deutlich. Insbesondere größere und vollautomatisch beschickte Feuerungsanlagen punkten hier mit niedrigsten Werten. Auch genormte und zertifizierte Holzbrennstoffe wie Holzpellets tragen zu einer emissionsarmen Raumwärme bei.

Fazit

Was die CO2-Bilanz angeht, so ist Holz als nachwachsender Brennstoff klimafreundlicher als Heizöl und Erdgas. Bei seiner Aufbereitung, seinem Transport und seiner Verbrennung wird deutlich weniger CO2 ausgestoßen als bei den fossilen Brennstoffen. Insbesondere Holzpellets bieten zudem die Möglichkeit, einen in der Region ohnehin anfallenden Reststoff der holzverarbeitenden Industrie zur Wärmeerzeugung zu nutzen und somit ein vorhandenes Nebenprodukt sinnvoll zu verwerten.

Wer auf moderne Heiztechnik setzt, stellt außerdem sicher, dass die in der 1. BImSchV festgelegten, strengen Emissionswerte für CO, Staub und Co. eingehalten werden. Grundsätzlich gilt: Die niedrigsten Emissionen und gleichzeitig die höchste Wirtschaftlichkeit erreichen Zentralheizungen mit zusätzlicher Abgasreinigung. Sie haben gegenüber Einzelraumfeuerungen klar die Nase vorn. Noch effizienter und umweltfreundlicher sind größere Feuerungsanlagen, die über ein Wärmenetz mehrere Gebäude gleichzeitig mit regenerativer Wärme versorgen.

Weit abgeschlagen in punkto Emissionen und Effizienz sind hingegen offene Kamine. Wer die flackernde Flamme im Wohnzimmer nicht missen möchte, greift lieber zu einem modernen Holz- oder Pelletofen, am besten mit Wassertasche zum Anschluss an den Heizkreislauf. Mehr erfahren

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