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Aktuelle Brennstoffnormen und Zertifizierungen geben Orientierung beim Kauf der Brennstoffe.
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Normen und Zertifikate bei Holzbrennstoffen

Zertifikate bieten Verbrauchern eine gute Orientierung für den Kauf von Holzbrennstoffen. Regelmäßige und unabhängige Kontrollen der Hersteller und Lieferanten stellen sicher, dass die Qualität des Brennstoffs der Brennstoffklasse entspricht und die Vorgaben des Zertifikats, die die gesetzlichen Normen meist übertreffen, eingehalten werden.

Übersicht über Normen und Zertifikate

Wer auf eine emissionsarme und effiziente Heizung Wert legt, berücksichtigt beim Kauf seines Brennstoffs aktuelle Normen und Zertifizierungen. Die Normen für Holzbrennstoffe DIN EN ISO 17225-2 bis DIN EN ISO 17225-5 definieren zulässige Rohstoffe und wichtige Brennstoffeigenschaften anhand von Grenzwerten in den Qualitätsklassen A1, A2 und B. Für die Qualitätsklasse A1 gelten die strengsten Anforderungen. Zertifikate überprüfen die Einhaltung dieser Produktnormen und garantieren außerdem regelmäßige und unabhängige Inspektionen der zertifizierten Unternehmen. Die Zertifikate DINplus und ENplus stellen unter anderem sicher, dass zur Produktion nur chemisch unbehandelte Rohstoffe zum Einsatz kommen. Viele Kesselhersteller fordern den Einsatz von zertifizierten Brennstoffen für den Betrieb.

Jedes zertifizierte Unternehmen erhält eine Registrier- bzw. ID-Nummer, die auf dem Lieferschein und/oder der Rechnung des liefernden Unternehmens wiederzufinden ist. Sie sorgt für mehr Transparenz beim Brennstoffhandel und dient der Rückverfolgbarkeit entlang der Produktions- und Logistikkette. Außerdem wird das Unternehmen mit einem Zertifizierungszeichen ausgezeichnet, welches die ID-Nummer enthält. Dieses Zeichen wird auf der verpackten Ware abgebildet und hilft dem Kunden bei der Auswahl des geeigneten Produkts.

Normen und Zertifikate bei Holzbrennstoffen
BrennstoffNormZertifikat
HolzpelletsDIN EN IS0 17225-2ENplus, DINplus
HolzbrikettsDIN EN IS0 17225-3ENplus-Briketts, DINplus
HackschnitzelDIN EN ISO 17225-4ENplus-Hackschnitzel
ScheitholzDIN EN ISO 17225-5 

Holzpellets

Die hohen Qualitätsanforderungen für den Brennstoff Holzpellets sind in der internationalen Norm ISO 17225-2 festgelegt. Die Norm definiert die Qualitätsklassen A1 und A2 sowie B. Diese Klassen unterscheiden sich in den verwendeten Rohstoffen und den damit einhergehenden unterschiedlichen Grenzwerten bei den Eigenschaften, wie beispielsweise Aschegehalt oder mechanische Festigkeit. Enplus stellt sogar bei einigen Eigenschaften höhere Anforderungen an den Brennstoff als die Norm. Kleine Anlagen, wie Pelletöfen im Wohnraum und Pelletkessel im heimischen Keller, benötigen im Regelfall die Qualitätsklasse A1. Diese Holzpellets erfüllen die strengsten Ansprüche. Die Klassen A2 und B eignen sich für den gewerblichen Einsatz beziehungsweise für Heizkessel höherer Leistungen und für Industrieanlagen.

Für Privathaushalte bieten die Zertifikate ENplus und DINplus, die durch unterschiedliche Anbieter herausgegeben werden, eine gute Orientierung für den Kauf von Holzpellets.

ENplus überwacht und zertifiziert die gesamte Produktkette von der Produktion bis zur Auslieferung der losen Ware zum Endverbraucher. Damit werden auch Anforderungen an den Pellethandel, wie schonendes Einblasen, qualifizierte Mitarbeiter und ein funktionierendes Beschwerdemanagement gestellt.

Holzhackschnitzel

Die Qualität der Holzhackschnitzel ist mit entscheidend für das Ausmaß der Staubkonzentration im Abgas der Feuerungsanlage. ENplus sichert als Zertifizierungssystem eine homogene Holzhackschnitzelqualität und bietet beim Kauf eine gute Orientierungshilfe. ENplus-zertifizierte Hackschnitzel bieten beste Voraussetzungen für einen staubarmen Betrieb der Anlage. Oftmals kann bei moderneren Anlagen auf einen Staubfilter verzichtet werden.

Holzbriketts

Wegen der verschiedenen Pressverfahren, aber auch auf Grund ihrer schwankenden Zusammensetzung ist die Qualität der Holzbriketts sehr uneinheitlich. Es lohnt sich, auf geprüfte Qualität zu setzen. Denn was zunächst bei der Anschaffung günstigerer Ware eingespart wird, wird schnell durch das schlechte Brennverhalten wieder verfeuert. Holzbriketts sind nach ISO 17225-3 genormt und werden in drei Qualitätsklassen A1, A2 und B eingeteilt. Briketts der Klassen A1 und A2 eignen sich sehr gut für Kleinfeuerungen, Klasse B ist in diesen Anlagen aufgrund des hohen Aschegehaltes nach der 1. BImSchV nicht zulässig. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu DINplus oder ENplus Holzbriketts.

Scheitholz

Für Scheitholz existieren bislang keine Zertifikate, die die Einhaltung der zugrunde liegenden Norm garantieren. Für eine effiziente und emissionsarme Verbrennung muss der Wassergehalt allerdings unbedingt auf unter 20 Prozent reduziert werden. Aus diesem Grund sollte entweder auf professionell getrocknetes und ofenfertiges Scheitholz zurückgegriffen werden – oder bei einer selbständigen Aufbereitung des Brennstoffs genügend Lagerfläche und Zeit für die Trocknung sichergestellt werden. Im Übrigen darf in häuslichen Feuerstätten ausschließlich naturbelassenes Holz verbrannt werden. Der Einsatz von Gebrauchthölzern oder Spanplatten ist nicht zulässig.

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